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Landesverbandsinfos 06/11/05 Geschäftsbericht des Vorstandes 08/02/27 Radiobericht - Kindertagespflege 08/11/01 Geschäftsbericht 2008 08/09/19 Änderungen in der Satzung durch das Amtsgericht 08/11/15 Artikel zum Fachtag in Bensheim
08/11/11
Artikel in der
Frankfurter neuen Presse und 08/12/22 Interview mit der 1. Vorsitzenden zur Situation der Tagespflegepersonen 09/11/07 Geschäftsbericht 2009 09/12/06 Thesen zur Qualität von Fachberatung, Fachdienstleistungen und Trägerverantwortung 10/11/06 Neuer Vorstand des Hessischen Landesverbandes für Kindertagespflege e.V. 10/09/07 Neue Servicenummer für die Haftpflichtversicherung 10/09/05 10 Jahre Hessischer Landesverband 11/02/07 Geschäftsbericht 2010 BAMBINI / KiföG / Offensive / steuerrechtliche Regelungen 06/12/30 Vorläufiger Verordnungstext des BAMBINI Programms der Landesregierung - 07/02/07 Informationsveranstaltung "BAMBINI" 07/01/23 Neuregelung der Fach- und Förderrichtlinien "Offensive für Kinderbetreuung"
07/05/13
Erste Gedanken zur Neuordnung
steuerlicher Behandlung von Einnahmen in der Kindertagespflege 07/05/22 Steuerpflicht BAMBINI-Gelder - Text von Frau Iris Vierheller 07/05/23 Steuerliche Neuregelung ab 2008 - Infos vom Bundesverband 07/06/21 Nachricht zum Thema steuerliche Neuregelung der Einkünften in der Kindertagespflege 07/06/22 Presseartikel "Tagesmütter können hoffen" 07/08/08 Rechtsinformation zum BAMBINI mit Betriebsausgabenabzug - Infos von Frau Iris Vierheller 07/08/29 Wege und Mittel der Finanzierung zum Ausbau der Kinderbetreuung für unter Dreijährige 07/09/04 Unterschriftenaktion des Arbeitskreis zur Förderung von Pflegekindern e.V." 07/09/12 Steuerfrage noch ungeklärt - "Stand der Dinge" 07/12/12 Bambini-Gelder schon ab 2007 versteuern! 08/05/01 Pressemitteilung zum Thema KiföG, das überarbeitete SGB VIII !
09/06/06
offizieller Text des BMF zum Thema
Einkommensteuer und BetriebskostenpauschaleAnfang der Übersicht 06/05/11 Sonderinfo zur gesetzlichen Unfallversicherung
06/10/26 Anfrage an den BGW betr. gesetzliche Unfallversicherungspflicht von Tagespflegepersonen
SGB / HJKGB 06/09/29 Landesrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten zum SGB VIII 07/01/22 die neue Rechtslage in Hessen - auf der Homepage des Regierungspräsidiums in Kasse 07/02/27 Pressemitteilung zum Thema "Zuschüsse nach SGB VIII" 07/05/30 Zuschüsse nach SGB VIII 09/05/27 Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege
Anfang der Übersicht
06/11/22
Führungszeugnisse für Tageseltern
und Pflegeeltern sind gebührenfrei! Kostenerstattung von Gebärdendolmetscher 07/06/01 Bewertung der familienbezogenen Leistungen und Maßnahmen des Staates Hessenstiftung -Familie hat Zukunft: Kinderbarometer Hessen 08/06/06
Überarbeitete
Curriculum für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen des Deutschen 10/08/28 15 Jahre Fachdienst in Kassel
08/12/01 Neuwahlen am 18.1.2009 in Hessen 09/07/01 Synopse - Hess. Landtagswahlen 2009
wir sind sehr froh, jetzt doch noch
vor unserem Jubiläum einen schriftlichen Geschäftsbericht
vorlegen zu können. An der Mitgliederversammlung war aus
zeitlichen Gründen nur ein mündlicher Bericht über die
Tätigkeiten des Vorstandes möglich.
Wer wissen will, was wir eigentlich
machen, auch wo wir Einfluss nehmen, erfährt dies am Besten über
unseren Geschäftsbericht.
Mit freundlichem Gruß
10/11/06
Neuer Vorstand
des Hessischen Landesverbandes für Kindertagespflege e.V Auf der Mitgliederversammlung des HLKT wurde ein neuer Vorstand gewählt. Folgende Mitglieder sind jetzt im Vorstand:
1. Vorsitzende
Marion Limbach-Perl
Mit freundlichen Grüßen
7.9.2010 Neue Servicenummer für die Haftpflichtversicherung
Aktuelle Informationen
zur
Berufshaftpflichtversicherung durch den Hessischen Landesverband für
Kindertagespflege e.V. Bislang hat unsere Kassiererin, Claudia Schreiber diese Aufgabe verwaltet. Doch mit wachsender Anzahl von Mitgliedern halten wir es für sinnvoll, alle Aufgaben rund um dieses Serviceangebot zu delegieren. Ab 07.September 2010 wird Carl-Ernst Boss (Beisitzer im Vorstand) Ansprechpartner für unser Angebot der Berufshaftpflicht sein. Dafür haben wir eine eigene Telefonnummer (Handy mit Mailbox) eingerichtet unter der Carl-Ernst Boss von Dienstag bis Donnerstag zwischen 09:00 Uhr und 11:00 Uhr erreichbar ist. „Servicenummer Berufshaftpflichtversicherung“ des Hessischen Landesverbandes für Kindertagespflege e.V. 0172 / 48 426 48 Wir hoffen, dass wir auf diese Weise unsere Erreichbarkeit für Sie im Rahmen unserer ehrenamtlichen Tätigkeit verbessern können. Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl 5.9.2010 10 Jahre Hessischer Landesverband für Kindertagespflege e.V.
Der Hessische Landesverband für Kindertagespflege e.V.
wurde im November vor zehn Jahren gegründet, ein Grund zum
Feiern! Wir werden am Samstag, den 19.03.2011 in den schönen und ehrwürdigen Räumen des Rathauses der Stadt Marburg unser 10-jähriges Bestehen gründlich bejubeln. Neben aller „Jubilierung“ soll viel anregende Zeit für Begegnung, Austausch und Vernetzung sein für diejenigen, die schon bei uns Mitglied sind und diejenigen, die es vielleicht noch werden wollen. Als Gäste wünschen wir uns auch „Sympatisantinnen“ und „Sympatisanten“, Unterstützer/innen, Kooperationspartner/innen, Bündnispartner/innen und... Also bitte Termin vormerken! Eine Einladung mit konkreten Details werden wir rechtzeitig veröffentlichen. Wir
freuen uns bereits! Q
10/08/28
15 Jahre Fachdienst in Kassel Unter dem Motto "Lernen von klein auf in der Kindertagespflege" würdigte die 1. Vorsitzende des Hessischen Landesverbandes für Kindertagespflege mit einem Grußwort und einem kleinen Jubiläumspräsent 15 Jahre Fachdienst für Kindertagespflege der Stadt Kassel. Liebe Frau Diez-König, liebe Frau Limbach- Perl, der Fachtag Kindertagespflege hier in Kassel war wirklich sehr gelungen. Es war ein interessanter, lehrreicher und kurzweiliger Tag. Auch möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie dem Jubiläum unseres Sachgebietes diesen schönen Rahmen geboten und die netten Worte und Gesten der Würdigung gefunden haben. Herzlichen Dank im Namen des "Magistrats"
Angelika Ledesma
06.12.2009 Thesen zur Qualität von Fachberatung, Fachdienstleistungen und Trägerverantwortung Anlässlich der Abschlussveranstaltung des landesweiten Pilotprojektes „Kindertagespflege“ – Qualität und Professionalität – Kontinuität und sichernde Rahmenbedingungen“ mit insgesamt sieben Standorten, überreichten Marion Limbach-Perl und Heidi Reitz (Vorstand des Hessischen Landesverbandes für Kindertagespflege e.V.) an Ihrem Informationsstand Staatsminister Jürgen Banzer zwei Thesenpapiere. „Für die weitere Entwicklung der Kindertagespflege ist es an der Zeit, den Aspekt der Trägerqualität zu thematisieren“, äußern sich die Vorstandsfrauen. Angemessene Fachdienstleistungen seien ein maßgeblicher Beitrag zur Qualitätsentwicklung und vor allem auch Qualitätssicherung in der Kindertagespflege. Mit einem Augenzwinkern erhielt der Minister zusätzlich fünf bunte Sterne als Symbol für eine „Fünf-Sterne-Kindertagespflege“ im Interesse von Tagespflegepersonen, Tageskindern und ihren Eltern. Fünf Sterne mit dem Text: „Trägerverantwortung heißt Qualität entwickeln, Rahmenbedingungen sichern = entsprechende Fachdienstleistungen bieten für gute Kindertagespflege im Interesse von Kindern und Familien * Alle Fachkräfte haben und zeigen eine wertschätzende und respektvolle Haltung gegenüber Tagespflegepersonen und Eltern, deren Interessen und Anliegen.
* Kindertagespflege braucht eine systemische und
keine zufällige Qualität der Betreuung. * Fachberatung und Fortbildung muss alltagsbezogen und praxisrelevant sein. * Eine enge Vernetzung von Fachberatung und Fortbildung ist im Sinne einer Professionalisierung notwendig.
* Fachberater/innen müssen („ihre“
)Tagespflegepersonen (und auch Eltern ) verorten und binden.
Liebe Mitglieder, liebe Interessierte,
für
alle, die wissen wollen, was der Vorstand des Hessischen
Landesverband für Kindertagespflege e.V. denn so macht, wofür er
seine Zeitressourcen und seine finanziellen Mittel einsetzt, der
kann es in unserem Geschäftsbericht 2009 nachlesen. Falls Sie
Fragen dazu haben, können Sie sich gerne an uns wenden.
Mit
freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
7.11.2009 Neue
Anlage zur Satzung § 14 Auf der Mitgliederversammlung am Samstag den 7.11.2009 wurde die Beitragsstaffelung für Mitgliedsorganisationen diskutiert und neu beschlossen. Anlass war die Ankündigung von Vereinen sich unsere maximale Beitragsforderung nicht (mehr) leisten zu können. Die Beitragsstaffelung für Mitgliedsorganisationen wird in Zukunft maximal 200,-- Euro betragen. Wir hoffen, dass damit vor allem für größere Vereine die Mitgliedschaft im Landesverband attraktiv wird bzw. bleibt.
01.07.2009 Synopse Hessische Landtagswahl 2009
Liebe Mitglieder, liebe
Interessierte
vielleicht erinnern Sie sich, dass
wir anlässlich der Neuwahlen des Hessischen Landtags den
Fraktionen noch einmal etwas andere Fragen zu Ihrer Einstellung
gegenüber der Kindertagespflege gestellt hatten. Wie es dann in
der Alltagshektik so geht, haben wir es bis jetzt versäumt die
Zusamenstellung der Antworten auf unserer Homepage zu
veröffentlichen.
Das mag auch daran gelegen haben,
dass wir sowohl von CDU als auch von SPD keine Antworten
erhalten hatten und die Synopse insofern unvollständig geblieben
ist.
Sehen Sie es uns nach. Interessant
sind die Antworten auch heute noch.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl, 1. Vorsitzende
6.6.2009
offizieller Text
des BMF zum Thema Einkommensteuer und Betriebskostenpauschale > durch die - steuerrechtlich konsequente - Besteuerung der Einkünfte aus Kindertagespflege entstehenden finanziellen Nachteile kompensiert >werden sollen, ist eine schnelle und konsequente >Umsetzung (wie sie schon verfassungsrechtlich gemäß Art. 20 Abs. 3 und Art. 31 >Grundgesetz gefordert ist) entscheidend für die einzelne Tagespflegeperson vor Ort. Ich bitte Sie daher, dieses Papier im Rahmen Ihrer >Möglichkeiten zu verteilen, verlinken und zitieren. Sollten sich aufgrund von Anfragen oder neuen Erkenntnissen wichtige Änderungen >ergeben, leite ich Ihnen die jeweils >aktualisierte Fassung zu. > > Zur Frage der Verbindlichkeit ist auf Folgendes hinzuweisen: > Die "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" sind innerhalb der betroffenen Bundesministerien >abgestimmt und geben daher authentische Hinweise zur Auslegung durch die federführenden Ressorts. > Sollte sich anhand der "Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege" keine Einigkeit mit dem zuständigen >örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe erzielen lassen, bleibt der Rechtsweg unbenommen. Hier ist die Einschaltung eines im >Verwaltungs- und Sozialrecht versierten Rechtsanwaltes zu empfehlen. > > Eine wichtige Änderung betrifft die Betriebsausgabenpauschale. Mit dem beigefügten Schreiben vom 11. Mai 2009 hat das BMF klargestellt, >dass sich die Kürzung an der wöchentlichen Betreuungszeit von 40 Stunden zu orientieren hat. Hierdurch sind bestehende Unsicherheiten, wie >bei einer Betreuung von mehr als 8 Stunden täglich oder 5 Tagen wöchentlich zu kürzen ist, ausgeschlossen. Gleichzeitig wird klargestellt, >dass die Betriebsausgaben auch dann abgezogen werden kann, wenn bei Verhinderung der Tagespflegeperson die laufende Geldleistung weiter >gezahlt wird. Schließlich wird klargestellt, dass die bis Ende 2008 geltende Steuerfreiheit abweichend vom steuerrechtlichen Zufluss- und >Abflussprinzip auch dann noch gilt, wenn eine "laufende Geldleistung" für 2008 erst nach dem 31.12.2008 erbracht wurde. > > Mit freundlichen Grüßen > Im Auftrag > Stefan Haddick > _____________________________ > Referat 603 "Ausbau und Qualität Q
27.05.2009 Fakten und Empfehlungen zu den Neuregelungen in der Kindertagespflege
22.12.2008 Interview mit der 1. Vorsitzenden im Radio Liebe Mitglieder und Interessierte, kurz vor Weihnachten fand ein Telefon-Radiointerview mit unserer 1. Vorsitzenden statt.
Liebe Mitglieder, liebe
Interessierte,
die politischen Verhältnisse in
Hessen führen zu einer Neuwahl am 18.01.2009. Wir werden uns
bemühen auch für diese Wahl entsprechende Fragen zur
Kindertagespflege an die Fraktionen zu stellen, um diese dann zu
veröffentlichen.
Die Antworten zu den Wahlfragen vom
Januar 2008 hat uns Anne Taistra in zwei Versionen einer
Synopse zusammengestellt. Entscheiden Sie selbst, was für Sie
lesefreundlicher ist.
Mit grüßen des Vorstandes, Marion
Limbach-Perl, 1. Vorsitzende
Liebe Mitglieder, (liebe
Interessierte),
wer bedauerlicherweise nicht an der
Fachtagung in Bensheim teilnehmen konnte und von daher auch
nicht die Freude und Faszination erlebt hat, Maria Aarts
zuzuhören, dem sei als kleiner Trost der nachfolgende Artikel
von Anne Taistra ans herz gelegt.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Vorstand
11.11.2008 Artikel in der Frankfurter Neuen Presse und der Offene
Brief darauf an Herrn Damian
Liebe Mitglieder,
wir haben auf Äußerungen von
Herrn Damian (Referent der Bildungsdezernentin Jutta Ebeling
in Frankfurt/a. M.) in einem Artikel der Frankfurter Neuen
Presse vom 11.11.2008, siehe Artikel der FNP, mit einem
Brief reagiert, der unsere Verwunderung und Empörung
ausdrückt. Wir hoffen auf ein persönliches Gespräch mit
Herrn Damian, bzw. Verantwortlichen für die Frankfurter
Kindertagespflege.
Lesen Sie selbst!
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl und Heidi Reitz Vorsitzende des HLKTeV
Liebe Mitglieder,
Frau Stempinski, eine der Autorinnen des
DJI-Curriculums, hat uns informiert, dass das überarbeitete Curriculum
für die Qualifizierung von Tagespflegepersonen des Deutschen
Jugendinstitutes ab Montag, den 09.06.2008 laut Auskunft des Verlages im
Buchhandel für ca. 70,--€ erhältlich ist.
Darüber werden sich besonders unsere
Mitgliedsorganisationen freuen.
Auch wir sind sehr gespannt!
Bitte geben Sie diese Information auch an
andere Interessieret weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege vom 17.Dezember 2007
01.11.2008 Bericht Austauschfrühstück und Mitgliederversammlung
Liebe Mitglieder, liebe
Interessierte,
Frau Taistra hat liebenswürdiger
Weise einen Bericht sowohl über unser Austauschfrühstück als
auch über unsere Mitgliederversammlung am 01.11.08 verfasst.
Lesen Sie selbst!
mit freundlichen Grüßen
01.11.2008 Geschäftsbericht 2008 des Hessischen
Landesverbandes für Kindertagespflege e.V.
Liebe Mitglieder, liebe
Interessierte,
wir freuen uns, Ihnen unseren Geschäftsbericht zur Verfügung stellen zu können. Die Terminübersicht haben wir bis zum Jahresende ergänzt ansonsten ist der Inhalt datiert vom 01.11.2008.
Mit freundlichen Grüßen des
Vorstandes,
Marion Limbach-Perl, 1.
Vorsitzende
14.10.2008 Aktionsprogramm Kindertagespflege Liebe Mitglieder, die nachfolgenden Informationen, die wir aktuell durch den Bundesverband erhalten haben, betreffen das sogenannte "Aktionsprogramm Kindertagespflege" der Bundesregierung. Für unsere Einzelmitglieder interessant zu lesen, welche Ziele die Bundesregierung hinsichtlich Kindertagespflege verfolgt, um den geplanten Ausbau an Betreuungsplätzen voranzutreiben. Für unsere Organisationen sind diese Informationen ganz wichtig, dass sie u.U. Projektstandort werden könnten, denn es gibt richtig Geld aus dem Europäischen Sozialfond.
Gerade eben war das Aktionsprogramm noch eher im Bereich der
nationalen "Absichten", jetzt sollen die Anträge bereits bis Mitte
November geliefert werden. Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl ----- Original Message -----
From:
Klaus-Dieter Z ühlke
Subject: Aktionsprogramm Kindertagespflege Bundesverband für Kindertagespflege e. V. Geschäftsführung Klaus-Dieter Zühlke Moerser Str. 25 47798 Krefeld Tel.: 0 21 51/ 1 54 15 93 Fax: 0 21 51/ 1 54 15 91 Email: TagesmuetterBV@t-online.de Internet: http://www.bundesverband-kindertagespflege.de Liebe Vorstandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen, In der Anlage finden Sie zwei modifizierte Arbeitspapiere zum Aktionsprogramm Kindertagespflege aus dem Referat “Ausbau und Qualität der Kindertagesbetreuung” des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend”, mit der Bitte, diese Papieren ihren Mitgliedsorganisationen zur Verfügung zu stellen. Herzliche Grüße Im Auftrag Klaus-Dieter Zühlke
19.9.2008 Änderungen in der Satzung durch das Amtsgericht
Liebe
Mitglieder,
laut
Auskunft des für uns zuständigen Amtsgerichtes müssen wir in
unserer neuen Satzung folgenden Satz ersatzlos streichen:
§ 1, Absatz 2 "Der Vorstand im Sinne von § 8 der Satzung ist ermächtigt, mit einem einstimmigen Beschluss, die Satzung hinsichtlich des Sitzes des Landesverbandes zu verändern, so dass der Sitz an einen anderen Orts Hessens verlegt werden kann."
Begründung: Für eine Satzungsänderung zuständig ist die Mitgliederversammlung. , Hätte der Vorstand die Möglichkeit, die Satzung zu verändern , und wenn es nur die Entscheidung zum Sitz des Landesverbandes beträfe, ergäbe sich daraus einen doppelte Zuständigkeit und genau das ist nicht zulässig.
Das Amtsgericht braucht jetzt eine neue Fassung unserer Satzung. Laut Auskunft des Amtsgerichtes müssen wir keinen neuen Mitgliederbeschluss herbeiführen, sondern die Mitglieder davon informieren.
Die neue Satzung wird ab sofort auf unserer Homepage zum Runterladen zu finden sein.
mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
01.05.2008
BMFSFJ Internetredaktion
14.4.2008
Liebe Mitglieder, das Hessische Sozialministerium hat uns nachfolgende Information / Nachricht zukommen lassen. Wir bemühen uns herauszufinden, ob es ein allgemeines Merkblatt oder sogar ein spezielles für Tagespflegepersonen gibt. Das werden wir Ihnen dann ggf. nachliefern.
Mit Grüßen, Ihre Vorstandsfrauen
Sehr geehrte Damen und Herren, in der Anlage übersende ich Ihnen die von Frau Staatsministerin Lautenschläger unterzeichnete Richtlinie zur Förderung von Investitionen im Rahmen des Investitionsprogramms "Kinderbetreuungsfinanzierung" 2008 -2013. Die Förderrichtlinie wird voraussichtlich am 14. April 2008 im Staatsanzeiger des Landes Hessen veröffentlicht. Ich bitte Sie, die Richtlinie an Ihre Mitglieder weiterzuleiten. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Angelika Ilchmann
27.2.2008
Verordnung zur Änderung der Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege vom 17.Dezember 2007
„Nur das, wofür wir selbst entschieden undhandelnd eintreten, kann vorangebracht werden.“Loris Malaguzzi, Reggio Emilia Liebe Mitglieder,
mit diesem Zitat
grüßen wir Sie alle etwas verspätet zum neuen Jahr. Dieses neue Jahr
beginnt sehr „drängelich“. Kaum ist die Weihnachtsdekoration wieder
verpackt, schmunzeln uns Schokohasen entgegen, dazwischen noch
schnell ein paar Narreteien. Also - bevor uns die politischen Ereignisse wieder einholen, wir ggf. einen zweiten hessischen Wahlkampf erleben, möchten wir Sie über unsere eigenen Anliegen informieren. Das sind im Wesentlichen Ergebnisse der letzten Mitgliederversammlung, aber auch Veränderungen hinsichtlich der Landesförderung.
Ergebnisse der
Mitgliederversammlung:
Wir heißen jetzt „Hessischer Landesverband für Kindertagespflege, e.
V.“
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29.08.2007 Liebe Mitglieder, liebe Besucher unserer Home-Page, nachfolgende Mitteilung des Bundesministeriums für Familien Senioren und Jugend hat uns über den Bundesverband für Kindertagespflege erreicht, siehe pdf-Datei im Anhang. Wir teilen die Einschätzung des Bundesverbandes, dass es nun wichtig wird sich auf der kommunalen Ebene einzumischen, dass von den zu verteilenden Geldern auch in den Bereich der Kindertagespflege investiert wird, z.B. in die Aufstockung der "Geldleistung", aber auch in den Ausbau von Fachdienstleistungen. Mit "gemischten" Grüßen Marion Limbach-Perl Diplompädagogin |
Liebe Home-Page-Interessierte, Einmischen lohnt sich, wir können es nur wiederholen.
Frau Anne Eisenacher ist als Kinderfrau tätig und hat dagegen protestiert, dass Kinderfrauen, obwohl gesetzlich ebenso als Kindertagespflege definiert, im Gegensatz zu vorher aus allen Förderprogrammen des Landes Hessen herausfallen. Frau Eisenacher hat sich von daher mit einem Brief inklusive einer Sammlung von Unterschriften an die Hessische Sozialministerin Silke Lautenschläger gewandt. Die, wie wir finden, erfreuliche Antwort von Frau Lautenschläger werden wir mit Erlaubnis Frau Eisenachers im Nachfolgenden vollständig zitieren:
Sehr geehrte Frau Eisenacher,
vielen Dank für Ihr Schreiben, in dem Sie auf die Situation der „Kinderfrauen“ aufmerksam machen. Die von Ihnen beigefügte Unterschriftenliste bestätigt die Rückmeldungen, die ich auch von anderen Kinderfrauen erhalten habe. Es ist zutreffend, dass Kinderfrauen nach den derzeit bestehenden Vorgaben der Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege vom 2. Januar 2007 (GVBl. I S 3), mit der das BAMBINI-Programm geregelt ist, im Gegensatz zu den Tagespflegepersonen keine Förderung aus Landesmitteln erhalten.
Da diese Ungleichbehandlung unbefriedigend ist, ist vorgesehen, mit der Anfang 2008 in Kraft tretenden Änderung der o.g. Verordnung auch Kinderfrauen in die Förderung einzubeziehen. Da die Landesmittel zur Förderung der Kindertagespflege von den Jugendämtern weitergeleitet werden, müssen die künftig aus BAMBINI geförderten Kinderfrauen und die von ihnen übernommenen Betreuungsverhältnisse den Jugendämtern allerdings bekannt sein und – wie andere Tagespflegepersonen – bestimmte Qualifikationskriterien erfüllen.
Mit freundlichen Grüßen
Silke Lautenschläger
es kann sein, dass die Hessische Landesregierung an der Steuerpflicht der Zuschüsse durch das BAMBINI-Programm festhält. Die Rechtsexpertin Iris Vierheller hat sich beim Hessischen Ministerium für die Finanzen kundig gemacht, dass ein Abzug von Betriebsausgaben möglich ist. Ihre Informationen sind in einer pdf-Datei (siehe Anhang) zusammen gefasst und wurden uns durch das Hessische Tagespflegebüro zur Verfügung gestellt.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Rechtsinformation
zum BAMBINI mit Betriebsausgabenabzug
Hallo liebe Mitglieder und Kolleginnen und Kollegen,wir haben nachfolgende Nachricht zum Thema steuerliche Neuregelung der Einkünften in der Kindertagespflege bei dpa gefunden.Das lässt doch hoffen, dass noch einmal nachgedacht und neu verhandelt wird.Mit freundlichen GrüßenMarion Limbach-Perl
DiplompädagoginFinanzminister vertagen Beschluss zu Tagesmütter-Besteuerung
Berlin - Im Streit über die geplante stärkere Besteuerung von Tagesmütter-Einkünften zeichnet sich keine rasche Lösung ab. Die Finanzminister der Länder vertagten eine Entscheidung und beschlossen, das Thema mit den Sozialministern näher zu erörtern. Das sagte der baden-württembergische Finanzminister Gerhard Stratthaus nach der Konferenz in Berlin. Der Bund will Einkünfte einiger Tagesmütter stärker besteuern. Mehrere Bundesländer sehen das Ziel des geplanten Ausbaus der Kinderbetreuung gefährdet.
Donnerstag, 21. Juni 2007, 14:23 © RZ-Online GmbH & dpa-infocom
22.6.2007
Presseartikel "Tagesmütter können hoffen"
Liebe Mitglieder, mit dem Titel
"Tagesmütter können hoffen", erreichte uns
eine Pressemitteilung zur aktuellen Steuerdiskussion, die uns der
Bundesverband für Kindertagespflege vermittelt hat.
Na, dann wollen wir mal hoffen....
Mit hoffnungsvollen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Tagesmütter können hoffen
BERLIN. Es ist ja nicht so, als hätten sie es nicht gewusst: Im März hatten die Finanzbehörden der Länder und des Bundes zusammen vereinbart, dass offiziell vermittelte Tagesmütter ihr Einkommen voll versteuern müssen. Als die auf Bitten der Länder entstandene Regelung im Mai bekannt wurde, und allgemein die Sorge geäußert wurde, damit erhielten die Pläne für den Ausbau der Kinderbetreuung einen Rückschlag, war die Empörung groß - auch bei den Länder-Finanzministern. Die vom Bund (!) geplante Schlechterstellung dürfe es nicht geben, wetterte der Vorsitzende der Finanzministerkonferenz, Karlheinz Weimar (CDU).
Hohe Rentenbeiträge
Gestern haben die Länder-Finanzminister nun das Thema auf einer Konferenz in Berlin erörtert, ohne allerdings konkrete Beschlüsse zu fassen. Dennoch können die Tagesmütter hoffen: Die Finanzminister vereinbarten, die Konsequenzen aus der Steuerpflicht für die Betroffenen genau unter die Lupe zu nehmen. Denn offenbar sehen die Minister ein, dass die von ihren eigenen Finanzbehörden angeregte Regelung ein nicht ganz zu Ende gedachter Schnellschuss war.
Über öffentliche Träger vermittelte Tagesmütter erhalten derzeit kein offizielles Einkommen, sondern eine vom Jugendamt gezahlte steuerfreie Aufwandsentschädigung (bei maximal fünf gleichzeitig betreuten Kindern). Dem liegt die Idee zu Grunde, dass die Tagesmütter neben den eigenen Kindern noch weitere Kinder betreuen - aber das nicht als Beruf betreiben.
Da diese Annahme aber in der Praxis immer seltener zutrifft, weil oft regelrechte kleine Kitas aufgebaut wurden, soll das Privileg Ende 2007 fallen. Damit soll auch eine Gleichbehandlung aller Einkünfte erreicht werden. Denn wenn die Tagesmutter privat engagiert wird und das Geld direkt von den Eltern bekommt, müssen diese Einnahmen schon jetzt voll versteuert werden.
Die Pläne von Bund und Ländern sehen allerdings vor, dass die neue Steuerlast durch eine Betriebskostenpauschale von 300 Euro je Kind deutlich reduziert werden kann. Unterm Strich müssen die Betroffenen damit kaum mehr Steuern zahlen als heute. Das Problem ist vielmehr, dass ihr Einkommen bei Umsetzung der Pläne auch sozialversicherungspflichtig ist. Und hier gibt es keine Freibeträge. Zudem müssen zum Beispiel die Rentenbeiträge in voller Höhe bezahlt werden, denn anders als bei abhängig Beschäftigten gibt es keine hälftige Aufteilung auf Arbeitnehmer und Arbeitgeber.
Je nach Gesamteinkommen würde so eine zusätzliche Belastung von 200 bis 300 Euro monatlich zusammenkommen. Außerdem wird das Einkommen auf Hartz IV oder Bafög angerechnet, was diese Leistungen schrumpfen lässt.
Hessens Finanzminister Weimar kündigte gestern nach dem Treffen mit seinen Länderkollegen an, dass nicht nur die steuerlichen Auswirkungen, sondern auch die sozialversicherungsrechtlichen Folgen der Pläne untersucht werden sollen. Entsprechende Fakten würden Hessen, Rheinland-Pfalz und Hamburg zusammentragen. Auch mit den Sozialministern der Länder wird es laut Weimar Beratungen geben.
Die Betroffenen selbst lehnen es gar nicht grundsätzlich ab, dass die Bezahlung künftig als Einkommen gewertet wird. Schließlich erwachsen aus einer Rentenversicherungspflicht auch Rentenanwartschaften. Der Bundesverband für Kindertagespflege fordert aber im Gegenzug eine deutliche Anhebung der Vergütung. "Wenn die Tagesmütter mehr Geld bekämen, dann wäre gegen das Vorhaben nichts einzuwenden", heißt es im Verband. Solange das aber nicht geschehe, müssten die Pläne für die Steuer- und Abgabenpflicht auf Eis gelegt werden.
Berliner Zeitung, 22.06.2007
01.06.2007
Liebe Mitglieder und
Interessierte Leser/innen,
nachfolgend finden Sie die von der FDP an die Bundesregierung
gestellte "kleine Anfrage" und Antworten zum Thema
" Bewertung der familienbezogenen Leistungen und Maßnahmen des
Staates" vom 22.05.2007.
Kleine Anfrage der FDP
vom 9.5.2007
Antwort
der Bundesregierung vom 22.5.2007
30.05.2007
Liebe Mitglieder, sicherlich erinnert Ihr Euch an unsere
Pressemitteilung
"Landesverband fordert, Eltern sollen über Zuschüsse nach SGB VIII
informiert werden."
Dazu passend erhielten wir heute eine Mail vom Hessischen
Tagespflegebüro
mit einem Anhang von Iris Vierheller, in dem Ihr noch einmal die
rechtlichen
Zusammenhänge beschreibt, die seit 2005 in Kraft getreten sind.
Wir wissen, dass Ihr zum Teil anders lautende Auskünfte erhalten,
deshalb
ist es uns sehr wichtig, dass Ihr die gesetzlichen Zusammenhänge
kennen.
Bitte gebt uns Rückmeldung über Eure Erfahrungen.
Mail des Hessischen Tagepflegebüros vom 25.5.2007:
Liebe Kolleginnen
und Kollegen,
Immer wieder erreichen uns Anfragen zur Umsetzung § 90 und
Finanzierbarkeit der Kindertagespflege für Eltern. Gleichzeitig
teilen uns Eltern mit, dass sie Auskünfte bekommen, wonach ihre
finanziellen Verhältnisse Vorausetzung für eine Kostenübernahme sei.
Zitat aus oben angehängter Information von Iris Vierheller:
"Die Vorschriften zur Kostenheranziehung nach den §§ 91,92 SGB VIII a. F. sind seit Oktober 2005 nicht mehr in Kraft; die Abwicklung von „Altfällen“ nach diesen Vorschriften war ausdrücklich nur bis März 2006 möglich.
Aussagen, es müssten auch heute erst noch die finanziellen Verhältnisse überprüft werden, sind schlichtweg falsch bzw. nur dann zutreffend, wenn die Höhe der Beiträge nach Einkommen gestaffelt sind."
Mit dieser Email
schicken wir Ihnen eine Zusammenstellung von Iris Vierheller mit den
entsprechenden Verweisen auf die jeweiligen Kommentare.
mit freundlichen Grüßen
i.A.
Ursula Diez-König
****************************
Hessisches Tagespflegebüro
c/o Stadt Maintal
Klosterhofstraße 4-6
63477 Maintal
Tel: 06181/400 349
Email:
info@hessisches-tagespflegebuero.de
www.hessisches-tagespflegebuero.de
22.05.2007
Liebe
Mitglieder, was es Neues in Sachen Steuern aus Hessen gibt
(Behandlung von Bambini-Geldern) - tja hier haben wir es.
Frau Vierheller hat uns die nachfolgende Information zukommen lassen. Sie zitiert aus einem Schreiben des Hessichen Ministerium für Finanzen an das Hessische Sozialministerium.
Jetzt muss es um die Frage gehen, was ist eine angemessene Entgeltleistung nach § 23 SGB VIII.
Um Protest zu formulieren - bei den "Umsetzern der Gesetze" - brauchen wir Informationen und Eure Ideen und Beiträge.
Grüße mit langem Atem (der wird wohl mal wieder notwendig sein)
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Liebe Mitglieder,
wie Ihr Euch vorstellen könnt, ist auch der Bundesverband
mit der steuerlichen Neuregelung ab 2008 und den Konsequenzen für
die
Kindertagespflege befasst.
Anhängend findet Ihr eine kleine Anfrage der FDP an den Deutschen
Bundestag,
einen Brief des Bundesverbandes an die Familienministerin Frau Dr.
von der
Leyen und drittens das neue Logo und den neuen Namen des
Bundesverbandes:
Bundesverband für Kindertagespflege bilden erziehen betreuen.
Euch zur Information!
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Brief
des Bundesverbandes
Anfrage der FDP
Logo und Name
Eine ganztägige Anhörung zum Thema Kinderbetreuung fand am 10.05.06 im sozialpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtags statt. Zuvor hatte der sozialpolitische Ausschuss einen umfangreichen Fragebogen verschickt. Unsere Stellungnahme samt Anschreiben ist für Interessierte demnächst auf unserer Homepage zu finden. Wir plädieren nach wie vor für eine landesgesetzliche Regelung, die auch Trägerqualität beschreibt. Alle Stellungnahmen sollen auf der Homepage des Hessischen Landtages nachzulesen sein. (Kindertagespflege wird teilweise sehr skeptisch beurteilt!)
Zum ersten Mal hatte der Landesverband einen Infostand an einer Frankfurter Fachtagung am 20.05.06. Die Tagung richtete sich an Familien für Vollzeitpflege und Kindertagespflege. Referent Dr. Wiesner beschrieb die Neuerungen im SGBVIII und verwies auf zentrale Punkte, die von landesgesetzlichen Regelungen noch ausgefüllt werden müssen.
Blickpunkt Kindertagspflege in Hessen am 1. Juni in Hessisch Lichtenau, eine wie immer rundum gelungene Kooperationsveranstaltung des Hessischen Tagespflegebüros. Hauptreferent Prof. Dr.Dr.Dr. Fthenakis skizzierte u.a. Grundideen, Ziele und Inhalte des Hessischen Bildungs- und Entwicklungsplans, der zur Zeit an 43 Tandem-Modellstandorten überprüft und weiterentwickelt wird. Wie können Tagespflegepersonen zu Ko-Konstrukteur/Innen in den Bildungsprozessen der Tageskinder werden? – eine Leitfrage, die uns in der Qualifizierungsdiskussion für Tagespflege-personen noch nachhaltig beschäftigen wird.
Planung
eigener Veranstaltungen
Ermutigt durch die
Resonanz im vergangenen Jahr, planen wir auch dieses Jahr eine Abend-veranstaltung, allerdings erst im Oktober. Falls Sie
besonderen Themenbedarf haben, setzen Sie sich mit uns in Verbindung, ggf.
können wir darauf eingehen.
Wir weisen bereits jetzt auf unsere Mitgliederversammlung hin. Sie
findet am Samstag, den 04. November 2006 voraussichtlich in Frankfurt/M.
statt. Es stehen Vorstandswahlen an und außerdem eine Diskussion
über Aufgaben und finanzielle Grundlagen des Landesverbandes in der Zukunft.
Offensive für Kinderbetreuung
Auch wenn wir
grundsätzlich eine landesgesetzliche Regelung für notwendig erachten, so
freuen wir uns dennoch über die Veränderungen in den
neuaufgelegten
Fach- und Fördergrundsätzen. Fördermittel an Qualifizierung zu binden halten
wir für die richtige Entwicklung. Wir hoffen, dass dies ein weiterer Schritt
zu einer umfassenderen Qualifizierung für Tagespflegepersonen wird. Wir sind
der Überzeugung, dass vor allem praxisbegleitende
Qualifizierung und Fachberatung ausgebaut werden sollte. Folgt man Prof. Dr.
Dr. Dr. Fthenakis Ausführungen, so finden frühe
Bildungsprozesse in der Interaktion statt. Wie dem Kind begegnet wird, wie
Beziehungen gestaltet werden, erfordert vor allem Qualifizierungsarbeit an
Haltungen und Einstellungen der Tagespflegepersonen.
Das
dicke Ende zum Schluss?
Wir hören viel
Unmut, aber auch Ermutigendes über die Umsetzung der Erteilung der
Erlaubnis zur Kindertagespflege. Wir gewinnen den Eindruck, dass sehr viel
„eigene Süppchen“ angerichtet werden. Und manches Süppchen scheint keine
Empfehlung für die Küche zu sein. Es wird schwierig sein, auf diese Weise
„neue Kunden“ zu gewinnen und als „Stammgäste“ zu etablieren.
Wir würden gern den Verfahrensweisen bei der Erteilung der Erlaubnis zur Kindertagespflege mehr auf die Spur kommen, auch um darüber an geeigneten Stellen zu berichten.
Also berichten Sie uns, schicken Sie uns Kopien von Anmeldeformularen, schildern Sie uns Ihre Erfahrungen. Vertraulichkeit ist Ehrensache!
Prinzipiell weisen die Neuerungen im SGB VIII in eine wertschätzende und aufwertende Richtung. Schön, wenn es auch so erlebt werden kann!
Auch eine Erkenntnis des Fachtages in Hessisch Lichtenau, stärkend wirkt, sich an Ressourcen, an Stärken, am Positiven zu orientieren.
In diesem Sinne sammeln Sie bewusst viele gute Erfahrungen und verleben Sie einen schönen stärkenden Sommer!
Es grüßen die Vorstandsfrauen des Landesverbandes
Liebe Mitglieder, liebe Kolleginnen u. Kollegen in der Vorstandsarbeit,
wir reagieren erst jetzt mit einer Information zur steuerlichen Neuregelung der Einnahmen in der Kindertagespflege ab 2008, weil wir unsere Gedanken dazu erst einmal diskutieren und sortieren mussten.
Wir haben damit gerechnet, dass es eine Neuregelung der steuerlichen Handhabung geben wird. Wir bedauern allerdings, dass wir auf Landesebene nicht dazu befragt wurden.
Grundsätzlich halten wir die Neuregelung für eine Entscheidung in die richtige Richtung. Die Argumente für die Unterscheidung zwischen Einnahmen durch den Jugendhilfeträger und von privater Seite waren nicht mehr stimmig. Kindertagespflege ist keine ehrenamtliche Tätigkeit mehr, sondern längst ein (professionelles und zu professionalisierendes) Angebot freier selbständiger Tätigkeit.
Die Problematik besteht eher im Faktischen.
Auch werden mehr Tagespflegepersonen unter die Regelung der Pflichtversicherung zur Altersvorsorge fallen. Der Gewinn ist damit entsprechend der Leistung ggf. für viele unattraktiv.
Vorstellbar ist, dass erst ab einer bestimmten Höhe, das Einkommen steuerlich relevant wird.
Auch diese Entwicklung kann nicht im Sinne des Gesetzgebers sein.
Uns erscheinen alle diese Punkte nicht durchdacht oder nicht ausreichend kommuniziert zwischen den unterschiedlichen Ressorts.
Von daher werden wir uns dafür einsetzen, dass Abstimmungsprozesse zwischen den Ministerien ggf. erneut geführt werden und eine Nachbesserung der steuerlichen Neuregelung stattfindet.
Wir werden uns sowohl mit dem Bundesverband für Kindertagespflege und mit Vertreter/innen der Landesverbände austauschen als auch hier in Hessen die Diskussion anregen.
Wir fordern Sie auf, uns Ihre Standpunkte mitzuteilen. Vielleicht haben Sie auch bereits Berechnungsmodelle entwickelt, an denen abzulesen ist, wie sich die neue Steuerregelung für sie rechnen wird. Solche Informationen behandeln wir selbstverständlich anonymisiert.
Es grüßt
Marion Limbach-Perl , 1. Vorsitzende
Sonderinfo zur gesetzlichen
Unfallversicherung vom 11.5.06
Achtung: Keine Beitragsnachforderungen vor 2005, wenn die Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung bei der BGW vor dem 30.06.2006 eingereicht wird.
Liebe Mitglieder,
wie wir aktuell erfahren haben, verzögert sich die Herausgabe des Info-Heftes des Hessischen Tagespflegebüros und damit auch die Herausgabe der nächsten gelben Seiten. Das veranlasst uns auf Grund des obengenannten Stichtages zu einem gesonderten Anschreiben.
Wir hoffen zwar, dass Ihr die nachfolgende Information schon längst über Eure zuständigen Jugendämter, Fachdienste, Ansprechpartner/innen erhalten habt, aber sicher ist sicher...
Es geht um das Thema Versicherungspflicht von Tagespflegepersonen in der Unfallversicherung.
Hintergrund:
Eine Unfallversicherung für Tagespflegepersonen schützt vor den Folgen von Arbeitsunfällen, Wegeunfällen und Berufskrankheiten. Sie umfasst alle Tätigkeiten, die eine Tagespflegeperson in ursächlichem Zusammenhang mit der Kinderbetreuungstätigkeit ausübt.
Eine Unfallversicherung für Tagespflegepersonen halten wir für ausgesprochen sinnvoll, zumal mit Einführung des TAG ab Januar 2005 die Kosten durch den Jugendhilfeträger erstattet werden können.
Was uns alle überrascht hat, ist, dass die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) auf der Sichtweise besteht, dass selbständig tätige Tagespflegepersonen verpflichtet sind, bei der BGW eine Unfallversicherung abzuschließen. Zusätzlich – und das empfanden wir als besonders empörend- stellte die BGW Beitragsnachforderungen bis zu vier Jahren rückwirkend.
Frau Vierheller hat dagegen argumentiert, der Bundesverband hat um Klärung angefragt und als Antwort erhalten, dass dies nur über den Weg einer Klage auf höchster Ebene möglich wäre, und das hatten wir ja gerade erst mit der Rentenversicherungspflicht.
Über den aktuellen Stand der Entwicklung zitieren wir aus einer Information des Bundesverbandes:
...
„nachdem Mitgliedsorganisationen aus dem TM BV sich u.a. an die Bundesministerin Frau von der Leyen gewandt haben, hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Empfehlung ausgesprochen, dass die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege und der Tagesmütter Bundesverband eine gemeinsame Lösung für den Versicherungsschutz und der damit verbundenen Beitragserhebung erarbeiten. Hier nun das Ergebnis der Sitzung vom 17.03.2006 bei der BGW in Hamburg:
Übereinstimmend mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales gehen der TM BV und die BGW grundsätzlich davon aus, dass für selbständig tätige Tagespflegepersonen eine Versicherungspflicht in der gesetzlichen Unfallversicherung (§ 2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII) besteht und auch vor dem 01.01.2005 bestanden hat.
Wegen der bis dahin jedoch für die Betroffenen nicht nachvollziehbaren Fragen des zuständigen Versicherungsträgers, erklärt sich die BGW bereit, im Wege eines Erlasses auf rückwirkende Beitragserhebung für die persönliche Versicherung der Tagespflegepersonen in den Jahren 2000 bis 2004 zu verzichten.
Dies erfolgt jedoch nur in solchen Fällen, in denen spätestens bis zum 30.06.2006 eine Anmeldung bei der BGW vorliegt. Die Beitragszahlung (Rechnungsstellung) erfolgt dann nur für das Jahr 2005 (Zeitpunkt des Inkrafttreten des TAG).
Bereits erfolgte Zahlungen vor dem 01.01.2005 werden rückwirkend erstattet. Eine Zinserstattung erfolgt nicht. Ebenso werden keine Rechtsanwaltskosten erstattet, weil die Beitragserhebung rechtmäßig war.“....
„Die Anmeldeformulare sind auf der Internetseite der BGW zu finden:
http://www.bgw-online.de "Kundenzentrum" "Formulare"
Anmeldung zur gesetzlichen Unfallversicherung für Tagespflegepersonen
Detail?download (0.05MB)?” …” Den Antrag kann man direkt im Internet ausfüllen.“
Auch wenn wir grundsätzlich den Anspruch der BGW nicht nachvollziehen können, finden wir aus pragmatischen Gründen, dass sich damit leben lässt. Für diejenigen, die keinen Internetzugang haben, ist ein Antragsformular beigefügt und zwar mit dem Zitat aus dem Schreiben des Bundesverbandes.
Auf diese Weise hat unsere Schriftführerin Petra Erichsen ihre Anmeldung eingereicht. Ein weiterer Tipp von ihr ist:
„Als Beginn meiner Tagesmutter-Tätigkeit habe ich einfach "vor 2005" geschrieben.
Nun kam der Bescheid und es wurde anstandslos so akzeptiert. Meine Rechnung läuft auf 2005 - knapp 80 Euro. Die Rechnung von 2006 liegt noch nicht vor.“
In der Hoffnung, mit unserem Schreiben diesen „bürokratischen Akt“ etwas zu erleichtern,
ermutigen wir alle Tagespflegepersonen, sich rechtzeitig bei der BGW anzumelden und bei ihrem zuständigen Jugendamt Erstattung des Jahresbeitrags einzufordern.
Mit ermutigenden Grüßen
Die Vorstandsfrauen des Landesverbandes
Unsere Position
Das SGB VIII lässt in „Kernfragen“ der Ausgestaltung von Kindertagespflege den Ländern einen Spielraum für eigene Regelungen.
Wir freuen uns, dass in einem Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch auch entscheidende gesetzliche Regelungen für die Kindertagespflege aufgenommen werden sollen.
Nach unserer Beobachtung vollzieht sich die Umsetzung von TAG und KICK in Hessen regional und örtlich sehr unterschiedlich. Wir erhoffen uns von einer landesrechtlichen Regelung eine hilfreiche Unterstützung der Jugendhilfeträger, den Ausbau unter qualitativen Aspekten voranzutreiben.
Pauschale Formulierung eröffnen sinnvolle Möglichkeiten für den flexiblen Betreuungsbedarf in der Kindertagspflege. Kindertagspflege mit dem gesetzlichen Auftrag von Bildung, Erziehung und Betreuung braucht allerdings präzisere Definition, um notwendige Grenzen, bzw. Abgrenzungen zu bestimmen.
Sicherlich ist die Möglichkeit eines Platz-Sharings ein Entgegenkommen an tatsächliche Gegebenheiten der Nachfrage. So wissen wir von Beispielen, wo eine Tagespflegeperson (ausgebildete Erzieherin) fünf Kinder betreut und ein sechstes soll nach der Schule und zum Mittagessen kommen. In solchen Fällen ist die Begrenzung auf fünf Kinder unsinnig.
Dennoch sind wir davon überzeugt, dass es in der Kindertagespflege nie um nur gleichzeitige Betreuungssituationen geht. Wer den Anspruch hat, die Entwicklung jedes Kindes aufmerksam zu verfolgen, möglichst auch zu dokumentieren, mit allen Erziehungsberechtigten in einer gepflegten Erziehungspartnerschaft sein will, der muss eben alle angemeldeten Kinder und ihre jeweiligen Familiensysteme im Blick behalten. Das erfordert unserer Auffassung nach eine Begrenzung, bzw. durch Kriterien definierte Einschränkung der Anzahl der Kinder.
Nach unserer Erfahrung ist jede
Kindertagespflegestelle ein „Einzelfall“. Einzelfallentscheidungen
sollten von daher nicht die Ausnahme sein.
Vorschlag:
Die Erlaubnis befugt zur Betreuung von bis zu fünf gleichzeitig anwesenden fremden, maximal acht Kindern. Sie kann für weniger Kinder erteilt werden und mit Nebenbestimmungen versehen werden.
Nebenbestimmungen sollten sich nicht ausschließlich auf räumliche Voraussetzungen beziehen. Die familiäre Situation, beispielsweise mehr als ein, zwei eigene Kinder unter drei Jahren, die persönliche Eignung kann sich gerade bei Einsteigerinnen auf maximal ein, zwei Kinder beschränken. Mit zunehmender Fachlichkeit wächst ggf. die Fähigkeit mehreren Kindern gleichzeitig gerecht zu werden.
An Hand transparenter Kriterien müssen Erlaubniserteilungen mit Einschränkungen und Auflagen vergeben werden können.
Hier verweisen wir auf die „Fachlichen Empfehlungen zur Qualität von Kinderbetreuung in Tagespflege“, Hrsg.: Hessisches Tagespflegebüro
Hier sehen wir die Gefahr, dass die Betriebserlaubnis für Einrichtungen unterlaufen, aufgeweicht wird. Eine Abgrenzung zur institutionellen Betreuung ist notwendig.
Wir gehen davon aus, dass sich beispielsweise angemietete Räume für eine Tagespflegeperson nur rechnen, wenn sie viele Kinder betreut. Im Zusammenhang mit der Möglichkeit eines Platz-Sharings kann die Kinderzahl leicht unübersichtlich werden.
Viele Tagespflegepersonen haben das Bedürfnis sich mit einer Kollegin zusammen zu schließen und dafür gemeinsam Räume anzumieten. Das bietet sicherlich den Vorteil der gegenseitigen Vertretung, des kollegialen Austauschs.
Allerdings entfällt der familiäre Charakter der Kindertagespflege. Die Kinderbetreuung erhält institutionellen Charakter, was erhöhte Qualifizierung, intensive Fachbegleitung und veränderte konzeptionelle Voraussetzungen notwendig macht.
Vorschlag:
Die Nutzung anderer geeigneter Räume
ist möglich, wenn nicht mehr als fünf Kinder gleichzeitig anwesend
sind und maximal acht Kinder angemeldet. Die Tagespflegeperson
benötigt als Voraussetzung den Nachweis über mindestens 160 Std.
Qualifizierung, bzw. entsprechende Referenzen und ein auf
Gruppenarbeit angelegtes Konzept.
Andere geeignete Räume können von zwei Tagespflegepersonen zusammen genutzt werden, wenn die Zahl der gleichzeitig anwesenden Kinder acht nicht überschreitet. Ab dem sechsten Kind muss eine der Tagespflegepersonen eine fachpädagogische Ausbildung nachweisen.
Im Bereich der institutionellen Kinderbetreuung ist die Verantwortung für die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages im Bewusstsein der Träger sicherlich anders verankert als im Bereich der Kindertagespflege. Im Bereich der Kindertagesstätten existiert eine Palette an Maßnahmen die Qualität entwickeln und sichern, wie Fachberatung, Supervision, interne und externe Fortbildungsangebote.
Für den Bereich der Kindertagespflege ist dies nur punktuell der Fall und auf keinen Fall selbstverständlich im Bewusstsein von Trägern.
Vorschlag:
Der
Jugendhilfeträger, bzw. beauftragte Träger von Fachdiensten für
Kindertagespflege sind unter Mitwirkung der Erziehungsberechtigten
für die Erfüllung des Bildungs- und Erziehungsauftrages
verantwortlich.
Es soll die Voraussetzung geregelt werden, ab wann eine Erlaubnispflicht eingeholt werden muss.
Unklar ist, ob es sich bei der 15 Stunden Regelung um eine „Öffnungszeit“ handelt oder um die Zusammenrechnung der Betreuungszeiten einzelner Kinder.
Sind die 15 Stunden als Öffnungszeiten gedacht, dann gibt es viele Tagespflegepersonen, die nicht unter die Erlaubnispflicht fallen, weil sie ihr Angebot so gestalten, dass es darunter bleibt. Bietet sie beispielsweise an drei Tagen Betreuung von vier Stunden an, kann sie rein theoretische eine unbegrenzte Anzahl von Kindern aufnehmen. Die Nachfrage für dieses Angebot ist dort und dann gegeben, wenn Eltern Teilzeit arbeiten und auch aus finanziellen Erwägungen andere Betreuungspartner aus dem persönlichen Umfeld zusätzlich einsetzen (Großeltern, Nachbarn, Freunde, Babysitter).
Vorschlag:
Eine Erlaubnispflicht besteht, sofern die Kindertagespflege mehr als 15 Betreuungsstunden (gemeint ist die addierte Betreuungszeit der einzelnen Kinder) insgesamt wöchentlich und länger als drei Monate betrieben werden soll.
Wir vermuten, es ist ein redaktionelles Versehen, dass die Kindertagespflege in § 90 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII nicht erwähnt ist, da es sonst dem Bemühen Kindertagespflege als gleichwertiges Angebot zu gestalten zuwiderlaufen würde.
Die Finanzierungsmodalitäten sind
unseres Erachtens entscheidend, ob sich Eltern Kindertagespflege
überhaupt leisten können.
Angesichts
demografischer Entwicklungen werden sich qualifizierte
Tagespflegepersonen nur auf dem „Betreuungsmarkt“ halten können,
wenn sie ein für Eltern erschwingliches, den Gebühren von
Institutionen gleichgestelltes Angebot vorhalten können.
Das erfordert eine Platzbezuschussung analog der institutionellen Einrichtungen.
Fachberatung und Fachbegleitung sind neben der Fortbildung unabdingbare Voraussetzung für Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung.
Die Strukturen in Kindertagesstätten ermöglichen eine (all-)tägliche kollegiale Beratung untereinander und von Seiten der Leitungskräfte. Darüber hinaus ist in vielen Einrichtungen regelmäßige Fachberatung und Supervision selbstverständlich.
Die Strukturen der Kindertagespflege sind durch Privatheit und Vereinzelung geprägt. So kommt der fachlichen Begleitung der Kindertagespflegestellen und ihrer kollegialen Vernetzung eine besondere Bedeutung zu. Sie muss ausreichend gewährleistet sein.
Hier benötigt es eine Regelung, die einen Personalschlüssel beschreibt, beispielsweise eine Vollzeitkraft gegenüber 20 Tagespflegepersonen oder gegenüber 45 Kindertagespflegeverhältnissen.
Anfrage betr. gesetzliche Unfallversicherungspflicht von Tagespflegepersonen
Sehr geehrte Damen und Herren,
als fachpolitische Vertretung der Kindertagespflege in Hessen sind uns die Rahmenbedingungen der Arbeit von Tagespflegepersonen ein besonders wichtiges Anliegen. Mit großem Interesse verfolgen wir daher die Diskussion um eine mögliche gesetzliche Unfallversicherungspflicht im Bereich der Vollzeitpflege.
Am 20.06.2006 hat die BGW den auf den 30.06.2006 festgelegten Stichtag zur Anmeldung bei der gesetzlichen Unfallversicherung für Vollzeitpflegeeltern bis zu einer endgültigen juristischen Klärung aufgehoben. Nach unserem Kenntnisstand wurde in diesem Zusammenhang für den Bereich der Vollzeitpflege ein Rechtsgutachten erstellt, und eine Abklärung zur Frage einer möglichen Versicherungspflicht von Pflegeeltern durch das Bundesversicherungsamt (BVA) ist anhängig.
In dem von M. Burkert-Eulitz (Mai 2006) erstellten und von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V. (KiAP) veröffentlichten Rechtsgutachten wird dargelegt, dass Pflegeeltern nicht als Unternehmer bzw. als selbständig Tätige i.S.v. §2 Abs. 1 Nr. 9 SGB VII anzusehen sind, da sie keine Gewinne erzielen und daher auch kein Einkommen erwirtschaften. Insofern bestehe keine Unfallversicherungspflicht aufgrund einer Unternehmereigenschaft. Des weiteren seien Pflegeeltern auch nicht ehrenamtlich tätig, so dass sie unter keine der beiden Alternativen des §2 Abs.1 Nr. 9 SGB VII fallen.
Wir geben nun zu bedenken, dass diese Argumente in jeder Beziehung auch auf Tagespflegepersonen zutreffen, die lediglich Geldleistungen vom Jugendamt erhalten. Die Höhe dieser Geldleistungen orientiert sich regelmäßig an den Sätzen der Vollzeitpflege (60% bis 80%), und sie werden ebenfalls nicht als Einkommen, sondern als steuerfreie Gelder aus öffentlichen Kassen behandelt. Insofern muss unseres Erachtens die Prüfung der Frage einer etwaigen Versicherungspflicht auch auf die genannte Gruppe von Tagespflegepersonen ausgeweitet werden. Sollte das BVA im Sinne des o.g. Rechtsgutachtens entscheiden, dann hat dies auch Konsequenzen für den Bereich der Kindertagespflege.
Wir sind außerdem der Ansicht, dass das Vorliegen einer Versicherungspflicht auch für jene andere Gruppe von Tagespflegepersonen geprüft werden muss, welche als selbständig Tätige ein Einkommen erzielen – in diesem Fall jedoch aus anderen Gründen. Diese Tagespflegepersonen erhalten ein Honorar von den Eltern der Tageskinder, welche sie betreuen, und können insofern als "Unternehmerinnen" angesehen werden. Jedoch lassen sie sich unseres Erachtens genau deshalb nicht in den Bereich der "Wohlfahrtspflege" einordnen.
Betrachtet man die Definition von Wohlfahrtspflege des Bundessozialgerichts ("Unter Wohlfahrtspflege versteht man die planmäßige, zum Wohle der Allgemeinheit und nicht des Erwerbs wegen ausgeübte, ... Betreuung von gesundheitlich, sittlich oder wirtschaftlich gefährdeten Menschen."), dann wird klar, dass diese Beschreibung auf die Tätigkeit von selbständig tätigen Tagespflegepersonen in keiner Weise zutrifft. Weder sind die hier betreuten Kinder regelmäßig in irgend einer Weise gefährdet oder notleidend, noch kann man behaupten, dass die hier gemeinten Tagespflegepersonen zum Wohle der Allgemeinheit und nicht des Erwerbs wegen tätig seien.
Das genaue Gegenteil ist ja hier der Fall.
Unser Fazit lautet: Es ist dringend erforderlich, die Frage einer gesetzlichen Unfallversicherungspflicht auch für den Bereich der Kindertagespflege überprüfen zu lassen!
Ganz unabhängig davon halten wir eine Unfallversicherung für Tagespflegepersonen und Pflegeeltern (auf freiwilliger Basis) grundsätzlich für sehr sinnvoll.
Für eine Stellungnahme Ihres Hauses zu unseren Argumenten wären wir Ihnen dankbar und sehen Ihrer Antwort mit Spannung entgegen.
Mit freundlichen Grüßen
Heidi Reitz
2. Vorsitzende
Landesverband Kinderbetreuung in Tagespflege, Hessen e.V.
IMMERHIN! Führungszeugnisse für Tageseltern und Pflegeeltern sind gebührenfrei!
Keine Gebühren für Führungszeugnisse für Pflegepersonen in der Kindertagespflege und der Vollzeitpflege
Sehr
geehrte Damen und Herren,
mit dem Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz (KICK) ist
zum 01.10.2005 § 72a SGB VIII eingefügt worden, wonach die Träger der
öffentlichen Jugendhilfe hinsichtlich der persönlichen Eignung i. S. des §
72 Abs. 1 SGB VIII insbesondere sicherstellen sollen, dass sie keine
Personen beschäftigen oder vermitteln, die rechtskräftig wegen einer
Straftat nach den §§ 171, 174 bis 174c, 176 bis 181a, 182 bis 184e oder §
225 Strafgesetzbuch verurteilt worden sind. Zu diesem Zweck sollen sie sich
bei der Einstellung und in regelmäßigen Abständen von den zu beschäftigenden
Personen ein Führungszeugnis nach § 30 Abs. 5 Bundeszentralregistergesetz
vorlegen lassen.
Mit Blick auf Kindertagespflegepersonen sowie Vollzeitpflegeeltern
ist fraglich geworden, ob für das Führungszeugnis Gebühren anfallen.
Das Bundesministerium der Justiz hat dies verneint und nach
Beteiligung des Generalbundesanwaltes beim Bundesgerichtshof – Dienststelle
Bundeszentralregister (Registerbehörde) – wie folgt Stellung genommen
(Schreiben vom 22.11.2006, AZ: II B 3 - 1204/5 - 1 Z 4 1630/2006):
“ Zur Prüfung der persönlichen Eignung fordern die für die Erteilung der Pflegeerlaubnis zuständigen örtlichen Träger (vgl. hierzu §§ 69 Abs. 1, 85 Abs. 1, 87a Abs. 1 SGB VIII) die Bewerber sowie den in ihrem Haushalt lebenden Ehe- bzw. Lebenspartner auf der Grundlage des § 72a Satz 2 SGB VIII zur Vorlage eines Führungszeugnisses gemäß § 30 Abs. 5 BZRG auf. Grundsätzlich erhebt der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof als Justizbehörde des Bundes für die Erteilung eines Führungszeugnisses gemäß § 30 Abs. 2 BZRG eine Gebühr in Höhe von 13,00 EUR (§§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, 9 Nr. 3, 2 Abs. 1 JVKostO i. V. mit Nr. 503 des Gebührenverzeichnisses zur JVKostO). Gemäß § 12 JVKostO kann die Registerbehörde ausnahmsweise, wenn dies mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zahlungspflichtigen oder sonst aus Billigkeitsgründen geboten erscheint, die Gebühren unter die Sätze des Gebührenverzeichnisses ermäßigen oder von der Erhebung der Kosten absehen. Bei den vorstehend aufgeführten Fällen erscheint es aus Billigkeitsgründen geboten, von der Erhebung der Kosten für ein Führungszeugnis abzusehen. Denn das Wirken von Tagespflegepersonen und Pflegepersonen liegt überwiegend im öffentlichen Interesse. Gemäß § 1 Abs. 1 SGB VIII hat jeder junge Mensch ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit. Zur Verwirklichung dieses Rechts soll die Jugendhilfe beitragen, zu deren Leistungen gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 3 SGB VIII auch Angebote zur Förderung von Kindern in der Kindertagespflege (§ 23 SGB VIII) sowie gemäß § 2 Abs. 2 Nr. 4 SGB VIII Hilfe zur Erziehung in der Vollzeitpflege (§ 33 SGB VIII) gehören.
Unter diesem Gesichtspunkt ist die Tätigkeit von Tagespflegepersonen und Pflegepersonen im Hinblick auf eine Gebührenbefreiung unter Billigkeitsgründen der ehrenamtlichen Tätigkeit bei einer gemeinnützigen Einrichtung gleichzustellen. Die Registerbehörde sieht in diesen Fällen deshalb von der Erhebung der Kosten für die Erteilung eines Führungszeugnisses ab. Dies gilt sowohl für Führungszeugnisse zur Vorlage bei einer Behörde (§ 30 Abs. 5 BZRG) als auch für private Führungszeugnisse.“
Bereits mit Schreiben vom 29. Mai 2006 hatten wir die Damen und Herren Jugendamtsleiterinnen und Jugendamtleiter der hessischen Landkreise über ein Antwortschreiben der Dienststelle des Bundeszentralregisters auf die Anfrage eines baden-württembergischen Landkreises informiert. Bereits darin hieß es:
„….Bei Antragstellung von Führungszeugnissen mit dem Verwendungszweck "Tätigkeit in der Tages- oder Vollzeitpflege (Pflegeeltern)" ist eine Gebührenbefreiung somit gerechtfertigt“.
Dennoch erreichten die Geschäftsstelle häufiger Rückmeldungen aus den Jugendämtern, in denen von Schwierigkeiten bei der Gebührenbefreiung für vorgenannten Personenkreis berichtet wurde. Nach der vorliegenden Stellungnahme des Bundesministeriums der Justiz dürfte diese Problematik hoffentlich der Vergangenheit angehören.
Wir bitten um Kenntnisnahme.
Mit freundlichen Grüßen
Rost
Referatsleiter
5.11.2006
Geschäftsbericht 2006
Unsere diesjährigen Schwerpunkte lagen auf Öffentlichkeitsarbeit und auch auf fachpolitischer Lobbyarbeit.
Öffentlichkeitsarbeit:
Um eine möglich große Fachöffentlichkeit (Tagespflegepersonen und pädagogische Fachkräfte) zu erreichen, nutzen wir die Chance von Fachtagungen, um öffentlich sichtbar zu werden und für den Landesverband zu werben.
Zum ersten Mal waren wir mit einem Informationsstand auf einem Frankfurter Fachtag für Kindertagspflege und Vollzeitpflege im Mai 2006 vertreten.
Wir nahmen zur Kenntnis, dass bis auf vielleicht zwei bis drei Kolleginnen, aber keine der anwesenden Tagesmütter je von uns gehört hatte.
Für uns ist die kollegiale Lobby vor Ort sehr wichtig. Dort wo Fachberaterinnen und Fortbildnerinnen für uns entschieden Werbung betreiben, gewinnen wir auch neue Mitglieder.
An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich für das außergewöhnliche Engagement der Vorstandsfrauen des Marburger Tagesmüttervereins bedanken. Insgesamt 17 neue Mitglieder. Hier werden berufspolitische Grundüberzeugungen deutlich und sichtbar. Ein großes Bravo und Dankeschön!
Ein Auftrag für 2007 wird deshalb sein, gezielt Fachkolleginnen anzusprechen, um uns zu unterstützen und für uns Mitglieder vor Ort zu werben.
Jeweils mit einem Informationsstand vertreten waren wir an beiden Fachtagen des Hessischen Tagespflegebüros, im Juni in Hessisch Lichtenau, im September in Hanau.
Leider ist uns nicht gelungen, eine Nachfolge für Eva Homann zu finden. Eva Homann hatte für eine Aufwandsentschädigung zwei bis drei Presseartikel entworfen und nach Absegnung des Vorstandes diese an die Presse verschickt und besonders wichtig dort auch nachgehakt.
Den Presseartikel, den wir zum Thema Unfallversicherungspflicht und Stichtag per Mail weitergeleitet hatten, ist nach meiner Kenntnis nicht erschienen.
Die Pressearbeit ist also nach wie vor Brachland nach einem hoffnungsvollen Beginn. Daraus ergibt sich ein weiterer Arbeitsauftrag für die kommenden Jahre.
Was uns dieses Jahr gelungen ist, ist die Einrichtung einer Homepage. Das haben wir vor allem dem langen Atem und dem Engagement von Petra Erichsen zu verdanken, die sich in die Materie richtig hineingearbeitet hat. Außerdem sind wir gut und auch günstig beraten worden durch Frau Elfi Sonnenberg.
Mit unserer Homepage wollen wir zum einen bekannter werden, zum zweiten schneller über unsere Arbeit informieren und zum dritten gute und für unsere Mitglieder interessante Informationen weitergeben.
Auf Grund einer Anfrage haben wir im Vorstand den Beschluss gefasst, unseren Mitglieder keine Verlinkung anzubieten. Wir möchten uns abgrenzen vom Auftrag und den Aufgaben des Fachdienstes Hessisches Tagespflegebüro, also auch keinen indirekten Vermittlungsdienst anbieten.
Mit Ende diesen Jahres wird das Hessische Tagespflegebüro die Herausgabe seines Info-Heftes aufgeben und wahrscheinlich durch einen Newsletter ersetzt.
In dieses Infoheft hatten wir immer unsere „gelben Seiten“ eingelegt, die somit an den gesamten Adressatenkreis des Hessischen Tagespflegebüros mitverschickt wurden.
In welcher Weise wir diese Lücke füllen werden, müssen wir im Vorstand diskutieren und eine Lösung finden, die unseren Möglichkeiten angemessen ist.
An unsere Mitglieder wurden seit der letzten Mitgliederversammlung drei Rundbriefe verschickt, davon zweimal gelbe Seiten. Die Möglichkeit Emails zu verschicken, nutzen wir hauptsächlich, um auf interessante Veranstaltungen hinzuweisen. Leider haben wir nur von einem Teil der Mitglieder eine Email-Adresse.
Was uns dieses Jahr stark beschäftigt hat und weiterhin tut, ist Stellungnahmen zu verfassen.
Am 10 Mai erfolgte eine Anhörung zu Fragen der Bildung, Erziehung und Betreuung von Kindern im sozialpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages. Im Vorfeld waren wir um die Beantwortung einer Vielzahl von Fragen gebeten worden.
Wie Sie vielleicht wissen, plant die Hessische Landesregierung ein Gesetz zur Zusammenführung und Änderung von Vorschriften der Kinder- und Jugendhilfe.
Verabschiedet werden soll ein Hessisches Kinder- und Jugendhilfegesetzbuch mit der Abkürzung HKJGB.
Wir haben eine Stellungnahme zum ersten Entwurf abgeliefert. Inhalte dieser Stellungnahme haben wir zu einem Positionspapier verarbeitet, dass wir am Hanauer Fachtag verteilt haben.
Zu dem überarbeiteten Gesetzesentwurf findet eine Anhörung im sozialpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtages statt. Auch dazu wurden wir um eine Stellungnahme gebeten.
Neu ist, dass wir auch zu einem mündlichen Statement aufgefordert worden sind. Wir haben bereits für beides zugesagt. Die Anhörung wird am 30.11.2006 im Hessischen Landtag in Wiesbaden stattfinden. Da von unseren Vorschlägen nichts in den überarbeiteten Entwurf aufgenommen wurde, werden wir unsere Positionen erneut vertreten. Das dies noch pointierter ausfällt, daran haben wir noch zu arbeiten.
Darüber hinaus sind wir aufgefordert sowohl zum Bambini-Programm als auch zur Umgestaltung der Offensive für Kinderbetreuung eine Stellungnahme bis Ende November abzugeben.
Über unsere kollegialen Kontakte verfolgen wir die Umsetzung des SGB VIII durch die öffentliche Jugendhilfe. Ohne Anspruch einer ordentlichen Untersuchung und Auswertung, vermuten wir, dass die Umsetzung sich sehr unterschiedlich vollzieht, wobei sich die Stadtjugendämter grundsätzlich leichter tun als Kreisjugendämter.
Eine weitere Vermutung ist, dass dort, wo die Kindertagespflege bereits vorher gut aufgestellt war, auch jetzt die Entwicklung positiv verläuft. Auf jeden Fall sammeln wir Satzungen, um ein Bild darüber zu erhalten, wie hoch und in welcher Weise die gesetzlichen Leistungen gegenüber Tagespflegepersonen gehandhabt werden. Allzu viele haben wir bis jetzt noch nicht erhalten.
Ein Vergleich und eine Auswertung stehen noch an.
Wir sammeln auch Erlaubnisse zur Kindertagespflege, da wir festgestellt haben, dass sich allein über die Art der Formulierungen schon sehr viel ausdrückt.
Mehr oder weniger zufällig sind wir auf einen Hinweis gestoßen, dass sich die BGW gegenüber der Vollzeitpflege anders verhält als gegenüber Kindertagspflege. Die Vertreter des Bereiches der Vollzeitpflege hatte Protest angemeldet und ein Gutachten in Auftrag gegeben, ob Vollzeitpflegeeltern unter die Unfallversicherungspflicht der BGW fallen oder nicht. Das Gutachten hat ergeben, dass dies nicht der Fall ist. Die aufgeführten Argumente sind auch aus Sicht der Kindertagspflege interessant, so dass wir einen Brief an die BGW mit Bitte um Stellungnahme geschrieben haben.
Es geht uns dabei nicht, um die sinnvolle Einrichtung einer Unfallversicherung für Tagespflegepersonen, aber um den als unumstößlich behaupteten Anspruch der BGW als zuständiger Pflichtversicherer.
Auf Bundesverbandsebene hat ein fast komplett neuer Vorstand mit April diesen Jahres seine Arbeit aufgenommen. Nach dem das SGB VIII verabschiedet ist, muss sich der Bundesverband neu positionieren, außerdem sein Profil entwickeln. Die Delegierten der Landesverbände sind darüber mit dem Bundesvorstand im Dialog
Dazu gehört der Kontakt mit dem Bundesverband ebenso wie der mit Delegierten aus anderen Bundesländern. Neu hinzugekommen ist der rheinland-pfälzische Landesverband LAKITA.
Es bleibt bei den zwei Treffen mit den zuständigen Kolleginnen des Hessischen Sozialministeriums.
Wir haben der hessischen Sozialministerin Frau Lautenschläger einen Brief geschickt mit der Bitte für eine Einladung, um uns und unsere Arbeit einmal persönlich vorstellen zu können.
Der Fachaustausch mit dem Hessischen Tagespflegebüro findet zur Zeit eher informell und telefonisch statt. Ein Grund ist die Schwierigkeit einen neuen Termin zu finden, wenn ein Termin ausfällt. Doch wir sind in Kontakt und in der Überlegung wie wir künftig unseren Austausch noch besser etablieren.
Neu hinzugekommen ist der regelmäßige Fachaustausch mit Iris Vierheller.
Die 1. und 2. Vorsitzende haben nach wie vor Arbeitstreffen nach Bedarf.
Da unsere Arbeitstrukturen gut geklärt sind, können wir Angelegenheiten der Geschäftsführung größtenteils telefonisch, per Mail und/oder auch per Post erledigen. Das ermöglicht uns, mit maximal vier Vorstandsitzungen im Jahr auszukommen.
In 2006 fand keine eigene Veranstaltung des Landesverbandes statt. Angebote zum rechtlichen Rahmen und zu pädagogischen Themen werden durch das Hessische Tagespflegebüro abgedeckt. Ein typisches landesverbandliches Thema hat sich nicht abgezeichnet.
Auch hat uns dieses Jahr niemand angefragt, den Landesverband und unsere Arbeit vor Ort einmal vorzustellen, ein Angebot, was wir im Rahmen unserer Möglichkeiten aufrecht erhalten wollen, da es jedes Mal zu mehreren neuen Mitgliedschaften geführt hat.
Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir 24 neue Mitglieder aufgenommen, sieben Mitglieder haben gekündigt. Kündigungsgrund war in allen Fällen die Aufgabe der Tätigkeit im Bereich der Kindertagespflege.
83 Tagesmütter,
2 Tagesväter (davon ist einer nicht in Hessen ansässig),
20 Vereine und Projekte,
19 FachberaterInnen bzw. MitarbeiterInnen in Jugendämtern,
6 in anderen Funktionen.
Im Anschluss werden nur Termine des Landesverbandes zu Arbeitstreffen und öffentlicher Präsenz in chronologischer Reihenfolge aufgelistet.
Hinzu kommen viele Arbeitsstunden durch Lektüre der zu bearbeitenden Informationen, Telefonate, Email- Verwaltung, PC-Arbeit und nicht zu unterschätzen die Organisation und Verwaltung der Geschäftsführung (Mitgliederbeiträge, Versand von Post, Antragsstellung und Nachweise).
|
26.01.06 |
Neujahrsempfang des Hessischen Tagespflegebüros / Verabschiedung von Karin Hahn |
1. und 2. Vorsitzende |
|
08.02.06 |
Arbeitstreffen |
1. und 2. Vorsitzende |
|
03.03.06 |
Arbeitstreffen mit Kolleginnen des HSM |
1. und 2. Vorsitzende |
|
07.03.06 |
Vorstandssitzung |
gesamter Vorstand |
|
16./17.03.06 |
Bundeskongress in Hamburg |
1. Vorsitzende |
|
31./01.04.06 |
Mitgliederversammlung Bundesverband in Bonn |
Kassiererin |
|
03.04.06 |
Arbeitstreffen mit Hessischem Tagespflegebüro in Maintal |
1. und 2. Vorsitzende |
|
10.05.06 |
Anhörung im SPA des Hessischen Landtags |
1. Vorsitzende |
|
20.05.06 |
Informationsstand Fachtag in Frankfurt |
1. und 2. Vorsitzende |
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23.05.06 |
Arbeitstreffen mit Iris Vierheller |
1. und 2. Vorsitzende |
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31.05. 06 |
Vorstandssitzung |
gesamter Vorstand |
|
01.06.06 |
Informationsstand Fachtag in Hessisch Lichtenau |
!. und 2. Vorsitzende, Schriftführerin |
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12.07.06 |
Arbeitstreffen mit Iris Vierheller |
1. und 2. Vorsitzende |
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13.07.06 |
Fachtreffen Unterarbeitsgruppe Jugendhilfe (Handakte) in Frankfurt |
1. Vorsitzende |
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1./2.09.06 |
Länderkonferenz in Berlin |
1. Vorsitzende |
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06.09.06 |
Vorstandssitzung mit Elfi Sonnenberg |
Gesamter Vorstand |
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13.09.06 |
Arbeitstreffen mit Iris |
1. und 2. Vorsitzende |
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16.09.06 |
Sommerfest des Tagesmüttervereins Mobile in Oberursel |
1. Vorsitzende |
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30.09.06 |
Informationsstand Fachtag Hanau |
Gesamter Vorstand |
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01.11.06 |
Arbeitstreffen |
1. und 2. Vorsitzende |
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04.11.06 |
Mitgliederversammlung |
Gesamter Vorstand |
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04.11.06 |
15-jähriges Jubiläum des Maintaler Tagespflegeprojektes |
1. Vorsitzende, Schriftführerin, Kassiererin |
Oberursel, 4.11.2006
Marion Limbach-Perl,
1. Vorsitzende
zum
Anfang des Textes
22.11.2006 Stellungnahme des Landesverbandes Kinderbetreuung, Hessen, e.V.
zum Entwurf der Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege
Wir beschränken uns in unseren Aussagen auf den Bereich der Kindertagespflege.
Grundsätzlich begrüßen wir, dass laut Entwurf des HKJGB Kindertagespflege künftig genau wie die Kindertagesstättenbetreuung in die Daseinsvorsorge der Gemeinden gehören soll. Die Bedarfs- und Angebotsplanung für Kinderbetreuung wird damit sicherlich effektiver.
Wir befürchten jedoch, dass aufgrund demographischer Entwicklungen etliche Kommunen ausschließlich auf Kindertagesstättenbetreuung setzen, was dem Wunsch- und Wahlrecht der Eltern nicht gerecht wird.
Unklar ist jedenfalls, ob die Kommunen verpflichtet sind, Anträge von Tagespflegepersonen auf Fördermittel des sogenannten BAMBINI - Programms entgegen zu nehmen und zu bearbeiten.
Denn hier kommt auf die Gemeinden eine aufwendige Aufgabe zu (Überprüfung der Voraussetzungen und Überprüfung der tatsächlichen Leistung zur Verrechnung mit Zuschüssen im Folgejahr). Falls die Kommunen dazu nicht verpflichtet sind, könnten sie die Annahme des Antrages verweigern und wenn ja, wohin wenden sich Tagespflegepersonen dann?
Wir erinnern an die Schwierigkeiten der Antragstellung für Tagespflegepersonen im Rahmen des Programms „Offensive für Kinderbetreuung“ in den ersten Jahren. Auch die Modalitäten der Auszahlung waren oftmals schwierig. So wissen wir, dass den Tagesmüttern in Frankfurt erst Mitte 2006 die - für 2005 beantragten - Offensivegelder ausgezahlt wurden.
Das Verfahren der Antragstellung ist sicherlich für Kreisjugendämter eine Entlastung, da die Kommunen die Anträge direkt an das Regierungspräsidium weiterleiten.
Als Aufgabe der Jugendämter bleibt die fachliche Beurteilung der Voraussetzungen, die eine Tagespflegeperson nachweisen muss, um einen Antrag auf Förderung zu stellen.
Hier kommt dem Jugendhilfeträger eine Schlüsselrolle zu, in dem er die Zugangsvoraussetzungen mittels der Erteilung einer Erlaubnis zur Kindertagspflege definieren kann. Wie wir wissen, geschieht dies in der Praxis sehr unterschiedlich. So gibt es bisher weder einen Standard der qualitativen Kriterien zur Feststellung der persönlichen Eignung noch gibt es einen Standard zur Qualität der Qualifizierungsangebote. Zudem bietet der Gesetzesentwurf des HKJGB nach unserer Auffassung wenig hilfreiche Anhaltspunkte.
Nach unserer Kenntnis haben Jugendhilfeträge Probleme, den Anträgen auf Erlaubnispflicht nachzukommen. So warten bis jetzt noch viele langjährig tätige Tagespflegepersonen auf die Erteilung Ihrer Erlaubnis zur Kindertagespflege.
Darüber hinaus gibt es weder auf der Ebene der Gesetzgebung noch auf der Ebene der Verordnung der Landesförderung Aussagen zur Qualität von Fachdienstleistungen im Kindertagespflegebereich. Fachdienstleistungen sind ein wichtiger Aspekt in der Qualitätssicherung.
Über die Förderung des sogenannten BAMBINI - Programms können Tagespflegepersonen eine Platzförderung von 100,--€ bzw. 200,-- € pro Tagespflegeplatz erhalten. Diese Förderung ist unabhängig von dem Entgelt, dass sie für Ihre Leistungen vom Jugendhilfeträger nach § 23 SGB VIII beziehen.
Hier wird die Gleichrangigkeit der Kinderbetreuung über das Finanzierungsprinzip der Kostenbeteiligung für die Betreuungsleistung betont Eltern, Kommunen/Kreis und Land beteiligen sich an den Kosten auch zur Betreuung in Kindertagespflege. Kinderbetreuung in Tagespflege ist damit nicht mehr Privatangelegenheit der Eltern. Dies ist sicherlich ein Element in der Professionalisierungsentwicklung.
In der Praxis wird dies jedoch neuen Klärungsbedarf nach sich ziehen. Dies wollen wir an dem nachfolgendem Rechenbeispiel aufzeigen.
Dimensionen des möglichen Einkommens einer Tagepflegeperson:
Eine Tagespflegeperson betreut fünf Kinder an fünf Tagen sechs Stunden.
Wenn wir ein Entgelt in Höhe von 2,10 €, das sie nach § 23 SGB VIII erhält, annehmen, dann ergeben sich monatlich :
2,10 € x 6 Std. x 5 Plätze x 21 Arbeitstage = 1365,00 €.
Dieses Einkommen ist bisher (steuerlich) nicht relevant.
Wenn die Förderung durch das BAMBINI - Programm hinzukommt, bedeutet dies ein monatliches Einkommen von
5 Plätze x 200,-- € =1.000,-- € plus 1.365,-- € = 2.365,--€ monatlich.
Falls weiterhin die Regelung gilt, dass Geld aus öffentlichen Mitteln (analog des Geldes aus der Landesförderung „Offensive für Kinderbetreuung“) für die steuerliche Veranlagung nicht relevant ist, ist der oben errechnetet Betrag ein Nettoeinkommen.
Hier wird klar, dass ein solches Einkommen zukünftig steuerliche Relevanz haben wird. Welche Auswirkungen dies auf die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung und zur Krankenkassen haben wird, ist noch völlig unklar.
Auf alle Fälle ist es für einen durchschnittlichen Tagespflegefamilienhaushalt schwierig monatliche Belastungen zu haben, die durch zweimal jährlich ausgezahlte Förderbeiträge ausgeglichen werden können.
Prinzipiell sind wir sowohl für eine angemessene Entlohnung der Leistung einer Tagespflegeperson, als auch für eine angemessene Eingliederung in das Sozialversicherungssystem.
Auch eine Klärung des Steuerrechtes bezogen auf die Betreuungsleistung von Tagespflegepersonen (Unterscheidung zwischen Einkünften aus so genannten privaten und öffentlich geförderten Betreuungsverhältnissen, Anhebung der Betriebskostenpauschale etc.) wäre begrüßenswert.
Die Gestaltung des rechtlichen Rahmens ist aus Sicht der Tagespflegepersonen (und auch ihrer Fachberater/innen) nach wie vor sehr unübersichtlich und kompliziert. Eine gerechte Entlohnung sollte ihnen die Möglichkeit geben, als Freiberufler/innen entsprechende Sozialversicherungsleistungen zu leisten und dennoch einen angemessenen monatlichen Gewinn zu erzielen.
Von daher erachten wir eine Förderung, welche die monatliche Entgeltleistung nach § 23 erhöht, grundsätzlich für sinnvoller.
Angesichts der beabsichtigten hohen Platzförderung, halten wir den geforderten Umfang der nachgewiesenen Qualifizierung für ungenügend.
Wir weisen darauf hin, dass die Empfehlungen des Deutschen Jugendinstitutes 160 Qualifizierungsstunden als Mindestmaß vorschlagen.
Neben der Erhöhung des Qualifizierungsumfangs, der sich schrittweise anheben ließe, könnte die nachgewiesene regelmäßige Teilnahme an einem (vorzugsweise örtlichen) Qualitätszirkel als Forderung erhoben werden. Bei monatlichen Treffen, die unter fachlicher Begleitung und Beratung sowohl Austausch als auch Qualifizierung ermöglichen, würden sich bei einer jeweiligen Dauer von beispielsweise drei Stunden vorausgesetzt ca. 44 Unterrichtseinheiten ergeben. Hinzu könnten vierteljährliche Hausbesuche a 11/2 Stunden eine individuelle Fachberatung sicherstellen.
Wenn das Landesprogramm einerseits auf die Schaffung neuer Plätze für Kinder unter drei Jahren abzielt und andererseits einen Anreiz zur Anhebung der Qualität in der Kindertagespflege leisten will, dann ist es angezeigt, deutlich auf Qualitätsanforderung zu setzen. Wir halten dies in Anbetracht der Höhe der Fördermittel für notwendig, auch um unter Qualitätsaspekten eine Gleichrangigkeit der Kindertagspflege im Betreuungssystem nicht nur de jure, sondern auch de facto zu propagieren.
Wir sind davon überzeugt, dass Kindertagespflege auch in Zukunft unter Maßgabe des Wunsch- und Wahlrechtes eine wichtige Rolle im System der öffentlichen Kinderbetreuung übernehmen wird.
Vorraussetzungen für eine Gleichrangigkeit in der Praxis sind:
Kindertagespflege braucht eine Perspektive, das heißt definierte Qualitätsanforderungen und Qualitätssicherung, gerade weil zukünftig auf kommunalpolitischer Ebene darüber entschieden werden soll, ob sie im System der örtlichen Kinderbetreuung weiterhin eine Rolle spielen wird.
Oberursel, den 26.11.2006
Marion Limbach-Perl,
1. Vorsitzende
zum
Anfang des Textes
30.11.2006 Mündliche Stellungnahme zur Anhörung im Sozialpolitischen Ausschuss des Hessischen Landtags in Wiesbaden zum 2. Gesetzesentwurf eines Hessischen Kinder- und Jugendhilfegesetzbuches (HJKGB) am 30.11.2006
Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Frau Staatsministerin, sehr geehrte Frau Vorsitzende,
vielen Dank für die Möglichkeit, in dieser Anhörung eine Stellungnahme vorzutragen.
Für den hessischen Landesverband Kinderbetreuung in Tagespflege sind dies historisch bedeutsame fünf Minuten. Es ist nämlich eine Premiere.
Von daher fühle ich mich geehrt, als erste Vorsitzende des Verbandes diesen Auftrag zu übernehmen.
Der Landesverband versteht sich als eine fachpolitische Organisation. Unser zentrales Anliegen ist Qualität für und in der Kindertagespflege.
Der ehrenamtliche Vorstand besteht aus zwei langjährig tätigen Tagesmüttern, zwei Fachberaterinnen und seit Anfang November einem Fachberater. Alle arbeiten seit vielen Jahren im Bereich Kinderbetreuung in Freier und öffentlicher Trägerschaft.
So viel zu uns und zu unserem fachlichen Hintergrund.
Mit dem geplanten Landesgesetz passiert für die Kindertagspflege in Hessen etwas Besonderes.
Auf dem Niveau einer gesetzlichen Norm wird ihr Gleichrangigkeit zugesprochen.
Künftig soll sie in der Bedarfs- und Angebotsplanung der Städte und Gemeinden einbezogen werden.
Das sind aus unserer Sicht bemerkenswerte und bedeutsame Entwicklungsschritte.
Daraus entsteht eine große Chance, erstens Gleichrangigkeit auch in der Praxis entstehen zu lassen und zweitens darüber Eltern ein reales Wunsch- und Wahlrecht zu ermöglichen.
Kindertagespflege kann aus der Grauzone treten.
Kindertagespflege, so fordern wir es schon lange, soll öffentliche Beachtung erfahren. Das ist gut so, denn Kindertagespflege braucht im doppelten Sinn Beachtung. Sie braucht öffentliche Achtung und Achtsamkeit.
Kindertagespflege muss, vor allem unter der Anforderung der Gleichrangigkeit, ihr eigenes fachliches Profil entwickeln.
Doch wird der vorliegende Gesetzesentwurf helfen, die Gleichrangigkeit in der Praxis auch umzusetzen?
Nach unserer Auffassung fehlt dem Gesetzesentwurf dafür ein entscheidender Aspekt. Das sind Aussagen zur Trägerverantwortung, entsprechend § 16 HKJGB.
Wenn schon die Gleichrangigkeit des Betreuungsangebotes betont werden soll, was ja auch politischen Überzeugungen und Zielen, wie sich einsetzen für „Bildung von Anfang an“ und „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ entspräche, dann müssen Sie, meine Damen und Herren, folgendes in den Blick nehmen:
Qualität in der Kindertagespflege stellt sich durch Trägerverantwortung und Trägerstruktur her, analog zum Bereich institutioneller Kinderbetreuung.
Tagespflegepersonen und ihre Familien brauchen kontinuierliche, fachliche Begleitung, kollegiale und institutionelle Vernetzung.
Qualifizierung von mindestens 160 Unterrichtsstunden ist ein, aber nicht das einzige Merkmal für Qualitätssicherung.
Ein Landesgesetz sollte den im SGB VIII formulierten Qualitätsanspruch im Bereich der Kindertagespflege präzisieren, sprich Aussagen machen, die Qualitätsentwicklung, -kontrolle und -sicherung befördern.
Das heißt, es braucht Zwischenträger, nämlich Fachdienste.
Entsprechend dem Prinzip der Subsidiarität, können Fachdienstleistungen auch an Freie Träger mit entsprechendem Profil delegiert werden. Vor allem dort, wo es bereits welche gibt. Das Rad muss ja nicht jedes Mal neu erfunden werden.
In unserer schriftlichen Stellungnahme sind wir bereits ausführlich auf einzelne Paragrafen eingegangen.
Hinzufügen möchte ich noch, auch unter dem Aspekt der Gleichrangigkeit, dass § 29 HKJGB Absatz 3 (rauchfreie Räume) erweitert werden sollte. Denn letztlich geht es grundsätzlich um eine gesundheitsbewusste und gesundheitsförderliche Atmosphäre.
Zu § 29 HKJGB Absatz 4 (Voraussetzungen für die Erlaubnis zur Kindertagespflege) möchte ich betonen, dass die Erlaubnis zur Kindertagespflege unter dem Erkenntniszuwachs über frühe Bildungsprozesse und der Notwendigkeit von Frühwarnsystemen unserer Auffassung nach schon ab dem 1. Kind relevant ist. So bald ein Kind in einer anderen Familie regelmäßig betreut wird, egal mit wie vielen Stunden pro Woche, es ist Kindertagespflege.
Zu § 29 HKJGB Absatz 5 (Anzahl der zu betreuenden Kinder)
Auch hier möchte ich erinnern an neue Erkenntnisse der Bindungsforschung, der neurobiologischen Forschung und der Bildungsforschung. Auf den Punkt gebracht, frühe Bildung gelingt gut über verlässliche und stabile Bindungsbeziehungen.
- Nach meiner Erfahrung gilt dies nicht nur für frühe Bildungsprozesse. -
Jetzt frage ich Sie, was denken Sie zu wie vielen Kindern (inklusive deren Familien) kann selbst eine hochqualifizierte, professionell handelnde Tagespflegperson, Bindungsbeziehungen gleichzeitig herstellen und aufrecht erhalten?
Aus Gesprächen mit sehr erfahrenen und professionalisierten Tagesmüttern weiß ich, dass sie je nach Familiensituation schon vier Kinder als ihre Leistungsgrenze betrachten.
Nun könnten sie einwenden, es zwingt ja niemand Tagespflegepersonen, weniger Kinder zu nehmen. Uns wäre lieber, es würde sie auch nichts dazu verführen. In diesem Zusammenhang steht natürlich unmittelbar die Forderung nach einer angemessenen Entlohnung.
Falls Ihnen durch den Kopf geht, warum ausgerechnet der Landesverband für Kinderbetreuung in Tagespflege so strenge Maßstäbe fordert, dann ist meine Antwort:
Tagespflegepersonen haben keine eigene bzw. eingegliederte gewerkschaftliche Vertretung. In der Kinderbetreuungslandschaft wird Kindertagespflege teilweise mit Ab- und Ausgrenzung bis hin zur Feindseligkeit bedacht. Erfreulicher Weise zeichnen sich an den Orten, wo das Projekt TAKKT stattfindet, andere Entwicklungen ab.
Kindertagespflege ist politisch gewollt und hat es gleichzeitig schwer, sich auf dem durch demografische Entwicklungen enger werdenden Markt der Betreuungsangebote zu platzieren.
Tagespflegepersonen sind eine mobile Masse. Wenn sie nicht mehr gebraucht werden, haben sie eben Pech gehabt.
Unsere Hoffnung ist auch, dass Tagespflegepersonen sich langfristig auf dem Markt der Betreuungsangebote etablieren können, wenn sie in qualitätsförderlichen und –sichernden Strukturen eingebunden werden.
Wir wissen, dass Kindertagespflege eine eigene und allen Erfordernissen gerecht werdende gleichrangige Bildungs-, Erziehungs-. und Betreuungsqualität haben kann, wenn sie eine gleichrangige Chance erhält, ein eigenes Qualitätsprofil zu entwickeln.
Hier ist gesetzgeberische und politische Verantwortung auf Landesebene gefragt.
Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit.
Marion Limbach-Perl
30.12.2006
Vorläufiger Verordnungstext als pdf-Datei
Das BAMBINI Programm der Landesregierung
![]()
Q
22.01.2007 Die neue Rechtslage in Hessen - auf der Homepage des Regierungspräsidiums in Kassel
Mit diesem Link
finden Sie zu den aktuellen Seiten des RP in Kassel.
http://www.rp-kassel.de/static/index1.htm
Von hier aus gelangen Sie zu folgenden Seiten :
1.) Gesetz zur Zusammenführung und Änderung von Vorschriften der Kinder- und Jugendhilfe" vom 18. 12.2006
(GVBL Nr. 24, S. 698, 27.12.06)
2.) Verordnung zur Landesförderung für Kindertagseinrichtungen und Kindertagespflege
(GVBL Nr.1, S. 3, 03.01.07)
3.) Link zur Hauptseite "Offensive für Kinderbetreuung"
4.) Link zu "Alles was Sie über Bambini wissen müssen, finden Sie hier..."
Januar 2007 Im Anhang finden Sie (als pfd-Datei) eine für die Kindertagespflege in Hessen relevante Zusammenfassung des Hessischen Kinder- und Jugendgesetzbuches, das ab dem 1.1.2007 gültig ist.
Wir danken Iris Vierheller für die Zusendung
dieser Zusammenfassung. ![]()
23.01.2007
Neuregelung der Fach- und
Förderrichtlinien "Offensive für Kinderbetreuung"
Liebe Mitglieder, soeben hat uns nachfolgende Nachricht aus dem
Hessischen
Sozialministerium erreicht. Da sie bereits einige Hinweise auf die
aktuellen
Veränderungen enthält, möchten wir Ihnen das Anschreiben von Frau
Ilchmann
nicht vorenthalten:
> Sehr geehrte Damen und Herren,>
>
> Herr Dr. Haaser bat mich, Sie davon in Kenntnis zu setzen, dass
Frau
> Ministerin Lautenschläger am 22. Januar 2007 die überarbeiteten
Fach- und
> Fördergrundsätze zur "Offensive für Kinderbetreuung" unterzeichnet
hat.
> Die Vorschrift tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2007 in Kraft, die
> bisherige Fassung der Fach- und Fördergrundsätze wird zum 31.
Dezember
> 2006 aufgehoben. Die Veröffentlichung im Staatsanzeiger erfolgt
> voraussichtlich am 5. Februar 2007.>
>
> Wie Sie dem Text der Fach- und Fördergrundsätze zur "Offensive für
> Kinderbetreuung" entnehmen können, hat es gegenüber der ersten
> Entwurfsfassung, die Sie im Rahmen der Verbändeanhörung mit
Schreiben vom
> 10. Oktober 2006 zur Kenntnis erhalten haben, eine wesentliche
Änderung
> bei der Kindertagespflege gegeben.>
>
> Die Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen
und
> Kindertagespflege enthielt in der Entwurfsfassung noch Regelungen
zur
> Förderung von Tagespflegepersonen, die ausschließlich Kinder ab
dem
> vollendeten dritten Lebensjahr betreuen. Sie sollten zur
> Besitzstandswahrung den bisher in der "Offensive" gewährten
Zuschuss
> weiter erhalten. Dieses Fördersegment wurde aus der endgültigen
> Rechtsverordnung herausgenommen.>
>
> Es ist nun stattdessen in der â€?Offensive für Kinderbetreuungâ€?
unter
> Nr. 2.2 mit einer monatlichen Pauschale in Höhe von bis zu 70 €
> beibehalten worden. Ferner werden die Landeszuwendungen nach Nr.
2.2 der
> "Offensive für Kinderbetreuung" künftig (wie auch die
U3-Landesförderung
> für die Kindertagespflege) an die örtlichen Träger der
öffentlichen
> Jugendhilfe zur Weiterbewilligung an qualifizierte
Tagespflegepersonen
> bewilligt (siehe Nr. 4.2.2). Will die kreisangehörige Gemeinde die
> Kindertagespflegeförderung selbst abwickeln, kann sie beim Kreis
die
> Weiterleitung der Zuweisung für ihren Bereich beantragen (siehe
Nr. 5.6).>
>
> Mit freundlichen Grüßen>
> Im Auftrag
>
> Angelika Ilchmann
>
> ---------------------------
>
> Hessisches Sozialministerium - Außenstelle Kassel>
> II 1.5 - Referat II 1 "Kinder">
> Wilhelmshöher Allee 157 - 159>
> 34121 Kassel>
> Tel.: (0561) 30 85 - 201>
> Fax: (0611) 89 08 - 45 24>
> E-Mail:
angelika.ilchmann@hsm.hessen.de
07/02/07 Informationsveranstaltung "BAMBINI"
Liebe Mitglieder, liebe Teilnehmende an unserer Veranstaltung „Informationen zu Bambini“ am 07.02.07,
weitere Anfragen, Gespräche und Diskussionen rund um das Thema Bambini hatten uns mittlerweile erneut verunsichert. So überlegten wir, ob wir überhaupt „gesicherte Ergebnisse“ präsentieren können.
Zu folgenden Aussagen haben wir uns entschlossen:
Alle Tagespflegepersonen sollten bei Ihrem zuständigen Jugendamt nachhaken, ob sie auch statistisch mit ihrem Platz-Angebot erfasst sind und darüber die Chance erhalten, Zuschüsse für die Plätze in ihrer Kindertagespflegestelle zu erhalten. Der Stichtag 15. März 2007, ist Stichtag der statistischen Erfassung!
Wir veröffentlichen die Antworten auf unserem im Vorfeld zusammengetragenen Fragenkatalog, so wie wir sie verstanden haben.
Dafür übernehmen wir aber keine Gewähr!
In allen Unsicherheiten sollten Sie sich an folgende Adressen wenden, die das Hessische Sozialministerium vorschlägt:
In Wiesbaden (allgemeine Auskünfte):
Andreas Kuhn, Tel.: 0611 – 817 –2170, Email: andreas.kuhn@hsm.hessen.de
In Kassel
Volker Nitzbon, Tel.: 0561 – 3085 – 222 Email: volker.nitzbon@hsm.hessen.de
Dennoch halten wir es für sinnvoll, auch weil wir es versprochen haben, nachfolgende Antworten zu veröffentlichen.
Gesammelte Fragen des Landesverbandes zur „Verordnung zur Landesförderung für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege“ und Antworten
-BAMBINI-
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Betreuungsplätze ausbauen, Mittel bereitstellen, in Nachwuchs investieren = BAMBINI
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Es ist Auslegungssache des Jugendamtes. Aus Sicht des Hessischen Sozialministeriums wird für eine „großzügige“ Auslegung plädiert, sprich Tatbestand der Beratung, Vermittlung reicht aus.
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Es handelt sich um die durchschnittliche tägliche Betreuungszeit, die ermittelt werden muss. Beispiel: Gesamtstunden im Monat geteilt durch 21 Tage (durchschnittliche Arbeitstage im Monat) = durchschnittliche tägliche Betreuungszeit.
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Nur über die Plätze, die statistisch erfasst wurden. Jugendämter stellen ihre Anträge auf der Grundlage der Bundesstatistik 2006. 20% Steigerung der Platzkapazität können zusätzlich beantragt werden.
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Auch wenn das vom Förderprogramm Bambini so nicht vorgegeben ist, sollten Tageseltern einen Antrag auf Bambini-Gelder bei ihrem zuständigen Jugendamt stellen. Wichtig ist, dass eine Pflegeperson auch einen Antrag auf Pflegeerlaubnis stellt, wenn sie noch keine hat. Ohne diese gibt es keine Landeszuschüsse.
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Dieser Widerspruch hat etwas mit den verschieden geführten Statistiken zu tun. Wöchentlich mehr als 15 Stunden bzw. mehr als 25 Stunden ist für die Auszahlung der Zuschüsse maßgeblich |
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JA, die Höhe der Zuschüsse ist gedeckelt. |
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Eine Kinderfrau benötigt in der Regel keine Pflegeerlaubnis – und ohne Pflegeerlaubnis gibt es keine Fördergelder. Eine Kinderfrau oder Tagespflegepersonen, bei denen eine Mischform vorliegt, sollten eine Pflegeerlaubnis beantragen. Wenn sie diese erhält, kann das zuständige Jugendamt auch Landesgelder für ihre Plätze beantragen.
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PECH! Es gibt keinen einklagbaren Rechtsanspruch der Tagespflegepersonen. |
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Das HSM geht davon aus. Allerdings gibt es keine Sicherheit. Alles ist neu in der Diskussion. |
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Das ist noch nicht geklärt, aber es finden zurzeit Gespräche statt. Man wartet noch auf Standpunkte / Positionen der Ministerien für Finanzen und Familie. |
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NEIN! Es bleibt den Tagespflegepersonen überlassen, dies zu überlegen, um durch einen „Preisnachlass“ ggf. konkurrenzfähig zu bleiben.
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Wenn sie nach § 24 förderungswürdig sind, sollten Sie beim Jugendamt fordern, dass die Kostenregelung nach den §§ 23 und 90 vorgenommen wird Darüber hinaus bestehen nur steuerrechtliche Möglichkeiten (Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten). |
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NEIN! |
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Die Jugendämter haben keine Möglichkeit, beim Land nachträglich Gelder zu beantragen. Eine Tagespflegeperson sollte schon am Jahresende dem JA mitteilen, dass sie ihre Platzzahl erhöhen will, bzw. dass sie als Tagespflegeperson einsteigen will. |
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Die Offensivegelder können weiterhin gezahlt werden, wenn ausschließlich Kinder über 3 J. betreut werden. Die monatliche Auszahlung erfolgt über die Jugendämter. Sollten Kinder unter und über 3 J. betreut werden, ist nur ein Zuschuss durch Bambini möglich. Sollte ein Kind noch nach seinem 3. Geburtstag von einer Tagespflegeperson betreut werden, kann sie dafür Offensivegelder erhalten. Stichtag ist der Geburtstag des Kindes. |
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Eine konkrete Geldleistung darf nicht ohne weiteres gekürzt werden. Allerdings liegt es in der Zuständigkeit und im Ermessen der Kommune / des Landkreises, Satzungen zu ändern. |
Gesammelte Fragen und Antworten zum Downloaden auf pdf
Landesverband fordert, Eltern sollen über Zuschüsse zur Kindertagespflege informiert werden.
Eltern, die beide berufstätig und /
oder in Ausbildung sind, haben Bedarf an Kinderbetreuung.
Kindertagespflege ist neben Kinderbetreuung in Kindertagesstätten
eine anerkannte Betreuungsform, insbesondere für Kinder unter drei
Jahren. Jugendämter haben den Auftrag, die Kosten für
Kindertagespflege zu regeln, so dass Eltern finanziell entlastet
werden.
„Wir vermuten, dass viele Eltern nicht um die Möglichkeit wissen,
die der Gesetzgeber vorgesehen hat“, meinen Marion Limbach-Perl und
Heidi Reitz, Vorstand des hessischen Landesverbandes Kinderbetreuung
in Tagespflege. Das SGB VIII ist in seiner jetzigen Form seit 2005
in Kraft. Eltern und Tageseltern sollten vor allem über die Inhalte
der §§ 23, 24 und 90 informiert sein. In § 23 wird beschrieben,
welche Qualitätsansprüche die Tagespflegeperson mindestens erfüllen
soll und welche Leistungen sie vom Jugendhilfeträger erhält. § 24
definiert, wer Anspruch auf Kinderbetreuung hat. Auch wenn sich der
Gesetzgeber nicht dazu durchringen konnte, diesen Anspruch als ein
Recht des Kindes zu formulieren, analog dem Recht auf einen
Kindergartenplatz, so wird dennoch die Absicht deutlich,
Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen. So haben
alle Eltern von Kindern unter drei Jahren, die beide berufstätig
und oder in Ausbildung sind, ein Anrecht auf Kinderbetreuung. Der
Jugendhilfeträger soll entsprechende Plätze vorhalten, bzw. den
Ausbau nachweislich betreiben. Aus Sicht der Eltern gibt es oft
keine Wahl, ob sie ihr Kind in einer Kindertagesstätte oder in einer
Tagespflegefamilie betreuen lassen wollen. Sind tatsächlich beide
Angebote vor Ort , ist es für viele Eltern eine Frage des
Portemonnaies, wofür sie sich entscheiden. Kindertagespflege bleibt
für Eltern so lange die teurere Variante bis öffentliche Gelder auch
diese Betreuungsform mitfinanzieren.
„Offenbar aber ist nur wenig Eltern bekannt“, so wundern sich
Limbach-Perl und Reitz, „dass die Regelungen zur Kostenübernahme
grundsätzlich geändert worden sind.“
Ist ein Betreuungsbedarf nach § 24 SGB VIII gegeben und eine im
Sinne des Gesetztes nachgewiesene geeignete Tagespflegeperson
übernimmt die Betreuung des Kindes, so erhält diese eine
Geldleistung vom Jugendhilfeträger. Für diese Leistung kann der
Jugendhilfeträger gemäß § 90 SGB VIII von den Eltern Teilnahme- oder
Kostenbeiträge erheben. Die Einkommenssituation der Eltern ist im
Vergleich zur vorherigen gesetzlichen Regelung eher zweitrangig. Sie
spielt da eine Rolle, wenn die Beiträge einkommensabhängig
gestaffelt erhoben werden oder die Eltern den Beitrag nicht zahlen
können. In diesem Fall können Eltern einen Antrag auf Erlass des
Beitrages stellen. Die Umsetzung des Gesetzes setzt allerdings
bestimmte Strukturen voraus. So haben bisher erst einige kreisfreie
Kommunen wie Offenbach, Hanau und Wetzlar so wie der Hochtaunuskreis
Satzungen verabschiedet, die Leistungen nach § 23, 24 und 90 regeln.
Darin sind unter anderem die Höhe der Geldleistungen, die an die
Tagespflegeperson gezahlt werden und die Höhe der Beiträge, die von
den Eltern an den Jugendhilfeträger zu zahlen ist, geregelt. Der
Elternbeitrag beträgt in etwa die Hälfte der an die
Tagespflegeperson gezahlten Geldleistungen. Durch diese öffentliche
Bezuschussung erhalten Eltern eine tatsächliche Wahlmöglichkeit
hinsichtlich der Betreuungsform für ihr Kind. Fälle, in denen sich
Eltern und ihr Kind nur deshalb von „ihrer“ Tagesmutter trennen
mussten, weil ein kostengünstiger Krippenplatz frei wurde, gehören
dann hoffentlich bald der Vergangenheit an. „Empörend ist“, so die
Vorstandsfrauen, „dass solche Satzungsregelungen die Ausnahmen sind.
Wir haben den Eindruck, dass vielerorts die gesetzlichen Grundlagen,
die immerhin bereits seit Oktober 2005 gelten, glatt ignoriert
werden. Wie lässt es sich sonst erklären, dass Tagespflegepersonen
und Eltern nicht über die im Gesetz angelegte Unterstützung
informiert sind ?“, wundern sich die Landesverbandsfrauen. Die §§
23, 24 und 90 bilden die Grundlage um Kindertagespflege und
Kinderbetreuung in Kitas gleichrangig zu behandeln. Mit dem neuen
Förderprogramm des Landes Hessen –Bambini- kann dies sinnvoll
ergänzt werden. Dann teilen sich - analog zur
Kindertagesstättenbetreuung - Land (Zuschüsse durch Bambini),
Kommunen bzw. Landkreis und Eltern die Kosten für einen
Betreuungsplatz.
„Unsere Hoffnung ist“, so Limbach-Perl und Reitz, „dass
Tagespflegepersonen und Eltern ihre Forderungen an ihr zuständiges
Jugendamt richten. Vielleicht kommt dann ja die Umsetzung der
Gesetze endlich in Schwung!“
4.9.2007
Liebe Mitglieder und
Interessierte, vor einiger Zeit hatten wir Ihnen eine
Information und einen Aufruf des Berliner "Arbeitskreis zur
Förderung von
Pflegekindern e.V." zukommen lassen. Die Berliner hatten wegen des
Steuererlasses demonstriert und Unterschriften gesammelt. Es sind
über 6.000
Unterschriften gesammelt worden. Doch lesen Sie selbst.
Mit freundlichen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
Guten Tag,
12.09.2007
Liebe Mitglieder, mit dieser Mail des Bundesverbandes ist als
informelle
Information verbunden, dass es zur Steuerfrage noch nichts
abschließend
Geklärtes gibt.
Anhängend ist außerdem ein Brief des Bundesverbandes an Frau von der
Leyen,
der noch einmal ausführlich auf die Situation der Kindertagespflege
hinweist.
Bitte lesen Sie selbst "zum Stand der Dinge"....
Mit aufmerksamen Grüßen
Marion Limbach-Perl
Diplompädagogin
> Bundesverband für Kindertagespflege e. V.
> Bildung, Erziehung und Betreuung
>
> Geschäftsführung
> Klaus-Dieter Zühlke
>
> Moerser Str. 25
> 47798 Krefeld
>
> Tel.: 02151/1541593
> Fax: 02151/1541591
>
> E-Mail:
tagesmuetterbv@t-online.de
> Internet:
http://www.tagesmuetter-bundesverband.de
>
>
> Sehr geehrte Vorstandsmitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,
>
> anbei erhalten Sie von mir ein Anschreiben an die
Familienministerin Frau
> Dr. von der Leyen zur Kenntnis.
> In diesem Anschreiben betonen wir nochmals, dass neben dem Ausbau
der
> Krippenplätze auch der Ausbau der Kindertagespflege
> zu berücksichtigen ist. Insbesondere sind finanzielle Mittel für
die
> Kindertagespflege durch den Bund und den Ländern bereitzustellen.
>
> Nach meinem jetzigen Kenntnisstand hat sich die
Finanzministerkonferenz
> noch nicht eindeutig über die endgültige Besteuerung der
> Geldleistungen nach § 23 SGB VIII geäußert. Hierzu ist uns
folgende
> Meldung eingegangen:
>
> > Sehr geehrter Herr Zühlke,
>
> Ihre heutige Anfrage beantworte ich wie folgt:
>
> Nachdem das Bundesland Hessen auf die Problematik bei der
Besteuerung von
> Tagesmüttern aufmerksam gemacht hat, wurde zusammen mit den
Ländern
> Rheinland-Pfalz und Hamburg eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die
den
> Finanzministerinnen und Finanzminister der Länder in ihrer letzten
Sitzung
> am
> 6. September 2007 einen entsprechenden Bericht zur Kenntnisnahme
vorgelegt
> hat. Aufgrund der hessischen Initiative ist die Problematik durch
den
> vorgelegten Bericht nunmehr für alle Beteiligten deutlich
geworden.
>
> Nach intensivem Verhandlungsgespräch wurde beschlossen, dass bei
den
> aufgezeigten komplizierten Sach- und Rechtsfragen zunächst weitere
> Prüfungen
> erfolgen müssen. Dabei werden die Sozialministerinnen und
Sozialminister
> der
> Länder gebeten, an diesem Prozess mitzuwirken, so dass unter
anderem eine
> sowohl steuerlich,
> als auch sozialversicherungsrechtlich verträgliche Lösung
> in dieser Frage gefunden werden kann. Die Beratungen der
> Finanzministerkonferenz werden sodann zeitnah fortgesetzt.
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Dr. Willem-Alexander van't Padje
> Persönlicher Referent des Ministers
> > Stv. Pressesprecher
>
> Die nächste Finanzministerkonferenz findet am 27.09.2007 statt.
>
> Die Länderkonferenz wird sich zwecks weiterer Vorgehensweise mit
der
> Thematik beschäftigen.
>
> Ihnen wünsche ich alles Gute!
>
> Mit freundlichen Grüßen
> Im Auftrag
> Klaus-Dieter Zühlke
Anschreiben
Dr. Ursula von der Leyen
23.11.2007
Offener Brief an die
Bundeskanzlerin zur Aussetzung der Versteuerung der laufenden
Geldleistungen nach § 23SGB VIII
in der unsäglichen Frage zur Neuregelung der steuerlichen Behandlung des Einkommens in der Kindertagespflege gibt es bisher keine bahnbrechenden Lösungen. Das Thema ist zu komplex.
Wir haben den Eindruck, es entwickelt sich nun auch auf politischer Ebene die Einsicht, dass es für eine tragfähige und zukunftsweisende Lösung mehr Zeit braucht, auch um sich mit Fachverbänden zu beraten.
Diese Entwicklung möchten der Bundesverband und wir nachdrücklich unterstützen, in dem wir den anhängenden Brief an die Bundeskanzlerin veröffentlichen.
12.12.2007
Liebe Mitglieder,
Frau Vierheller hatte am 06.12.07 umgehend das Hessische Finanzministerium angeschrieben und folgende Antwort erhalten, die wir auszugsweise zitieren, siehe unten. Da in dem Schreiben die Rede von einer anteiligen Betriebsausgabenpauschale ist, schicken wir Ihnen dazu die Ausführungen von Frau Vierheller vom August diesen Jahres gerade noch einmal mit.
Zitat aus dem Schreiben des hessischen Finanzministeriums an Frau Iris Vierheller vom 12.12.2007
("Dies" bezieht sich auf die Aussetzung des Steuererlasses vom 24.05.07 für das Jahr 2008) :
"Dies hat für Tagespflegepersonen zur Folge,
dass die Besteuerung bis zum Veranlagungszeitraum 2008 weiterhin nach den alten BMF-Schreiben vom
20.01.1984, vom 01.08.1988 und vom 07.02.1990 erfolgt (Einnahmen von privater Seite
= steuerpflichtig, Einnahmen vom Jugendamt = steuerfrei) und das neue BMF-Schreiben vom
24.05.2007 erst ab dem Veranlagungszeitraum 2009 anzuwenden ist (alle Einnahmen
steuerpflichtig).
Die Zuwendungen aus dem hessischen
BAMBINI-Programm sind von diesem Moratorium allerdings nicht betroffen, da diese zusätzlich zu den
laufenden Geldleistungen vom Jugendamt nach § 23 SGB VIII bzw. zu den Geldern von privater
Seite gezahlt werden und somit nicht unter die o.g. BMF-Schreiben fallen. Wie ich Ihnen bereits
mitgeteilt habe, sind die Zuwendungen deshalb gesondert zu beurteilen und mangels
Steuerbefreiungsvorschrift bereits ab dem Veranlagungszeitraum 2007 als steuerpflichtige Einnahmen zu
behandeln. Zur Möglichkeit, insoweit die anteilige Betriebsausgabenpauschale geltend zu machen,
verweise ich auf mein ausführliches Schreiben vom 25.07.2007."
Wieder was gewusst:
Ein Mitglied des Landesverbandes informierte uns zum Thema Umsatzsteuer. Wir
haben die Erlaubnis des Mitgliedes das nachfolgende Schreiben zu
veröffentlichen. Lesen Sie selbst!
Liebe
Vorstandsfrauen,
heute wende ich mich mit einer interessanten Info an Euch:
Vor ein paar Tagen musste ich zittern, da das Finanzamt Frankfurt in
meinem konkreten Fall klären musste, ob Einnahmen in der Kindertagespflege
umsatzsteuerpflichtig oder -befreit sind. Die Kleinunternehmerregelung
fand bei mir keine Anwendung, da mein Jahresumsatz über 17.500 Euro lag. Es
gibt hierzu, wie ihr sicher wisst, keine eindeutige Gesetzeslage. Jedoch hat
die Oberfinanzdirektion Frankfurt nun beschlossen, dass Umsätze von
Tagespflegepersonen in Frankfurt grundsätzlich nicht umsatzsteuerpflichtig
sind. Grund für diesen Entscheid: Tagespflegepersonen haben den gleichen
Bildungsauftrag zu erfüllen, wie Kindertagesstätten. (Und diese sind ja
auch von der Umsatzsteuer befreit.) Ein Gesetzestext, der die Umsatzsteuer
in
der Kindertagespflege regelt, ist in Arbeit. Bis dahin entscheiden (leider)
die einzelnen Kommunen, wie der jeweilige Fall zu bewerten ist. Trotzdem:
Diesbezüglich sozusagen Entwarnung innerhalb Frankfurts. Ich denke, das
ist sicher eine wichtige Aussage für die ein oder andere Frankfurter
Tagesmutter.
Gebärdendolmetscher
Liebe Leserinnen und
Leser unserer Homepage, von den Kolleginnen des
Hessischen Tagespflegebüros erhielten wir nachfolgende Information über
einen Erlass unserer Landesregierung zum Thema Kostenerstattung von
Gebärden-dolmetscher und Kommunikationshelfern.
Wer weiß, vielleicht ist diese Information auch für Sie oder Jemanden in
Ihrem Bekanntenkreis wichtig zu wissen.
> Ab sofort haben hör- oder sprachbehinderte Eltern in Hessen Anspruch auf
> Erstattung der Kosten, wenn sie z.B. für ein Elterngespräch mit der
> Tagesmutter ihres Kindes oder für die Teilnahme an einem Elternabend des
> Kindergartens einen Gehörlosendolmetscher benötigen. Das
> Regierungspräsidium Kassel erstattet auf Antrag die notwendigen Kosten für
> einen Gehörlosendolmetscher oder eine andere Kommunikationshilfe.
>
>
> Antragsberechtigt sind hör- oder sprachbehinderte Eltern oder
> Alleinerziehende von nicht hör- oder sprachbehinderten Kindern, die eine
> Tageseinrichtung für Kinder (Kinderkrippe, Kindergarten, Kinderhort,
> altersübergreifende Tageseinrichtung für Kinder) besuchen oder von einer
> Tagesmutter betreut werden und ihren Wohnsitz in Hessen haben.
>
>
> Das Regierungspräsidium Kassel ist landesweit zuständig, den
> Erstattungsbetrag festzusetzen und an die Antragsteller auszuzahlen. Das
> entsprechende Antragsformular finden Sie im Anhang.
> Ansprechpartnerin
>
>
> Irene Lübeck
> Kassel / Steinweg 6 Tel.: 05 61/ 1 06-26 44
> Zimmer: 236
> Fax: -16 31
> e-mail:
irene.luebeck@rpks.hessen.de
März 2008 Wahlprüfsteine zu den Hessischen Landtagswahlen
08/01/23 Wahlkampf 2008 - Antwort von Frau Ellen Enslin, Bündnis 90/Die Grünen
Antwort von Frau Eveline Hoja, Büro Fraktionsvorstand Bündnis 90/Die Grünen
08/01/25 Antwort von Herrn Michael Boddenberg, CDU
Liebe interessierte Wähler/innen,
wir hatten vor Kurzem an Politiker und Politikerinnen Fragen zur
Kindertagespflege vor der hessischen Landtagswahl
gestellt und angekündigt, dass wir die Antworten veröffentlichen
werden.
Geantwortet hat uns Frau Ellen Enslin, Direktkandidatin von BÜNDNIS
90/DIE
GRÜNEN, Wahlkreis 23 (Hochtaunuskreis I).
Wer wissen möchte, wer Ellen Enslin ist, kann sich
ganz gut auf ihrer Homepage informieren:
www.ellen-enslin.de
Lesen Sie selbst.
Sehr geehrte Politiker und Politikerinnen,
Sie stellen sich (erneut) zur Landtagswahl 2008.
Wir, der Vorstand des Hessischen Landesverbandes für
Kindertagespflege, und unsere Mitglieder sind besonders daran
interessiert, in welcher Weise Sie speziell Anliegen / Probleme der
Angebotsform Kindertagespflege angehen, voranbringen, lösen wollen.
Von daher haben wir ein paar Fragen formuliert und sind gespannt auf
Ihre konkreten Antworten.
Unser Anschreiben und Ihre Antworten werden wir auf unserer Homepage
veröffentlichen.
1. Die Umsetzung der §§ 23,
24 und 90 SGB VIII (seit 01.10.2005 in Kraft) geschieht nur sehr
zögerlich. In diesen Paragrafen werden die Kosten für Betreuung in
Kindertagespflege angesprochen. Jugendhilfeträger regeln dies
mittels einer Satzung, was viele bisher schuldig geblieben sind.
Frage:
Was wollen Sie konkret dafür tun, dass eine (möglichst landesweit
einheitliche) Regelung der Ausgestaltung oben aufgeführter
Paragrafen umgesetzt wird?
Antwort:
Zu dem Ende 2006 verabschiedeten Hessischen Kinder- und
Jugendhilfegesetzbuch haben DIE GRÜNEN in einem Änderungsantrag auch
Neuregelungen zur Tagespflege vorgeschlagen. Wir sind der Meinung,
dass in einem Gesetz die Gleichwertigkeit der Familientagesbetreuung
und die Aufgabe von Tagespflege - u.a. der Bildungs- und
Erziehungsauftrag - geregelt werden sollte.
Wir wollen zudem eine verbindliche Landesförderung erreichen, damit die Qualitätsanforderungen auch umgesetzt und die Gleichwertigkeit der Tagespflege auch bei den Beiträgen erreicht wird. In diesem Zusammenhang wird mit der zuständigen kommunalen Ebene darüber zu reden sein, wie die von Ihnen angesprochenen Paragrafen des SGB VIII landesweit einheitlich geregelt werden können. Dieses Ziel könnte u.a. durch eine differenzierte Landesförderung erreicht werden.
2. Eltern haben einen gesetzlichen Anspruch, in welchem
Angebot (Kindertagespflege oder Kita) sie ihr Kind betreuen lassen
wollen? Tatsächlich haben sie oftmals vor Ort keine
Wahlalternativen. Die meisten Eltern müssen eine Entscheidung nach
ihrem Portemonnaie treffen, was die Kindertagspflege benachteiligt,
so lange § 90 SGB VIII nicht analog der Kitagebühren umgesetzt wird.
Manche Eltern sehen sich gezwungen, aus Kostengründen ihr Kind aus
der Kindertagespflege herauszunehmen, wenn ein Krippenplatz frei
wird. Dies ist nicht zum Wohle des Kindes.
Frage:
Was wollen Sie konkret für die Umsetzung des Wunsch- und Wahlrechtes
der Eltern tun?
Antwort:
Auch in Hessen werden zwei Drittel der Kinder in Einrichtungen und
nur ein Drittel in Tagespflege betreut. Wir wollen, dass
Familientagesbetreuung ein qualitativ gleichwertiges Angebot
darstellt. In unserem Ausführungsgesetz zum
Tagesbetreuungsausbaugesetz hatten wir bereits vorgeschlagen, durch
ein Stufenprogramm mehr Plätze in der Tagespflege aufzubauen.
Damit
Tagespflege für Eltern auch finanziell gleichwertig werden kann,
müssen neue Förderwege gegangen werden. Hinzu kommt, dass bislang
von Landesseite aus eine Steuerung der Angebote nur über die
finanzielle Förderung erfolgt. Wir halten das für unzureichend und
werden in Regierungsverantwortung diesem Thema – wie dem Thema
Gewährleistung eines bedarfsgerechten und qualitativ hochwertigen
Betreuungsangebots in Gänze – mehr Gewicht beimessen.
(Siehe auch Antwort 1)
3. Die Neuregelung der steuerlichen Behandlung von Einnahmen
der öffentlich geförderten Kindertagespflege hat die von uns seit
längerem angemahnte Problematik des komplexen rechtlichen Rahmens
offenbar werden lassen. Durch das Memorandum vom 06.12.07 des
Bundesfinanzministers gibt es einen Zeitgewinn weiterhin nach einer
verträglichen Regelung zu suchen. Tagespflegepersonen, die über die
jeweiligen Beitragsbemessungsgrenzen kommen, werden monatliche
Belastungen haben, die zu einem innerfamiliären Risiko werden
können. Ein monatlich gezahltes Platzgeld (Sockelbetrag in Höhe
monatlicher Sozialabgaben) könnte Kindertagespflege besser
absichern, damit stabiler halten und planbarer für die Jugendhilfe
werden lassen.
Frage:
Werden Sie sich für einen öffentlichen Zuschuss in Form eines
monatlichen Sockelbetrages (Höhe der Sozialversicherungen)
einsetzen?
Antwort:
Zunächst werden wir in Regierungsverantwortung über eine
Bundesratsinitiative das Thema der steuerlichen und
sozialversicherungsrechtlichen Regelungen für Tagesmütter aufgreifen
und für Klärung sorgen. Wir bevorzugen eine bundeseinheitliche
Regelung in diesen Fragen. Da dieser Prozess jedoch erfahrungsgemäß
langwierig sein kann, könnte Ihr Vorschlag eine Übergangslösung
darstellen. Da wir insgesamt die Förderung der
Familientagesbetreuung neu regeln wollen, werden wir diese
Überlegung mit ein beziehen.
4. Der Bund stellt Finanzmittel für Investitionen und später
Betriebskosten zur Verfügung, um den von Bund, Ländern und Kommunen
beschlossenen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote bis zu 30% zu
fördern. Auf Landesebene wird beschlossen, nach welchen Maßgaben die
Mittel verteilt werden.
Frage:
Für welche Zwecke konkret sollte Kindertagespflege nach Ihrer
Meinung Geld aus dem Sondervermögen des Bundes erhalten?
Antwort:
Nach den Regelungen des Bundesgesetzes können bis zu 90% der
Investitionskosten geltend gemacht werden. Dies würde unserer
Meinung nach auch für Familientagesbetreuung, z.B. bei notwendigen
Umbauten oder Ausstattungen .Nach unseren Kenntnissen wird die
Betriebskostenförderung des Bundes ab 2009 den Ländern nach
Kinderzahl gewährt. Da es sich um „durchlaufende“ Mittel handelt,
sollte die gleiche Maßgabe auch in Hessen gelten.
Wir werden in
Regierungsverantwortung den Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz
ab dem 1. Lebensjahr bereits ab 2011umsetzen. Um dieses Ziel zu
erreichen, werden wir für die nächsten drei Jahre ein
Stufenprogramm auflegen und jedes Jahr rund 14 000 neue Plätze,
unter Einbeziehung der Tagespflege, fördern.
5. Die Qualifizierung und Sicherung von Kindertagespflegeplätzen ist stark abhängig vom Angebot und der Qualität der Fachdienstleistungen wie z.B. Eignungsberatung, fachliche Praxisbegleitung, Krisenberatung und -begleitung. Die Einrichtung und personelle Ausstattung von Fachdiensten ist Trägerverantwortung. Trägerverantwortung ist bisher wenig definiert. Das DJI empfiehlt beispielsweise einen Betreuungsschlüssel von einer 100 % pädagogischen Fachkraft zu 40 Tagespflegeverhältnissen (Tageskindern).
Frage:
Was werden Sie konkret dafür tun, um den Ausbau der Fachdienste für
Kindertagespflege voranzutreiben?
Antwort:
Da wir wie oben bereits beschrieben die Qualität der
Familientagesbetreuung verbindlich regeln wollen, werden wir auch
die Fortbildung, Eignungsberatung, fachliche Praxisbegleitung,
Krisenberatung und -begleitung etc. verpflichtend regeln. Das Land
muss sich stärker als bisher in der Qualitätssicherung engagieren.
Dies gilt auch für die Tagespflege.
6. Kindertagespflege hat eine besondere Struktur. Familien öffnen ihren privaten und persönlichen Lebensraum, um Aufgaben öffentlicher Kinderbetreuung zu übernehmen. Das setzt bei der pädagogischen Fachkraft persönliche Eignung, fachliche Fähigkeiten und spezielle Feldkenntnisse voraus. Der Arbeitsauftrag ist sehr komplex. Bisher ist das Anforderungsprofil der pädagogischen Fachkraft wenig beschrieben. Außerdem gibt es weder an Fachhochschulen noch an Universitäten Angebote, für diesen Bereich Fachkräfte auszubilden. Ein Curriculum für eine berufliche Weiterbildung zur Fachkraft für Kindertagespflege existiert ebenfalls nicht.
Frage:
Was werden Sie konkret dafür tun, diesen Missstand zu ändern?
Antwort:
Die Aus- und Weiterbildung von Tagespflegepersonen an
Fachhochschulen ist ein relativ neues Aufgabengebiet. Wir werden in
Regierungsverantwortung in Kooperation mit dem Landesverband, dem
Tagespflegebüro und dem DJI dafür sorgen, dass in Hessen sukzessive
ein solches Angebot entsteht.
Sehr geehrte Frau Limbach-Perl,
anbei unsere Antworten auf Ihre Fragen anlässlich der Landtagswahl 2008. Das Original ist per Post heute an Sie abgeschickt worden.
Mit freundlichen Grüßen
Eveline Hoja
25.01.2008
Antwort von Herrn Michael Boddenberg, CDU
Anschreiben CDU
Antworten
Antwort der SPD
Schreiben der SPD